Hier kommt endlich nochmal ein neuer Beitrag.
Mittlerweile bin ich schon über eine Woche in Shanghai und
das bedeutet für mich Halbzeit hier in der Stadt. In neun Tagen, am 18.02. geht’s
weiter in den Süden nach Nanning. Dort ist es zum Glück auch endlich mal etwas
wärmer. In den letzten Tagen war es hier lediglich um die 2 Grad. Immerhin noch
ein wenig mehr als der Durchschnitt in Deutschland, aber trotzdem habe ich es
lieber richtig warm.
In den nächsten Tagen soll es dann immerhin auch hier in
Shanghai schon mal um die 12 – 15 Grad inklusive Sonnenschein werden. Ich bin
mal gespannt.
Viele touristischen Attraktionen habe ich auch diese Woche
nicht abgeklappert, da ich sie schon alle in den letzten Jahren oft gesehen habe. Dennoch
hatte ich mir mal wieder ein paar lustige Sachen heraus gesucht, welche mehr
oder weniger gut funktioniert haben.
Zum einen waren wir am Wochenende natürlich wieder in der Windows Bar, in der am Samstag sogar eine Studenten
Band gespielt hat. Aus diesem Grund wimmelte es dort nur so von anderen
Studenten, welche ihre Kameraden unterstützen wollten. Aus allen Ländern der Welt und
komischerweise alle ziemlich jung. Als das Konzert zu Ende war, gingen aber
auch die meisten der Leute wieder und die Bar war normal gefüllt.
Wir haben unseren Abend wie immer am Billard Tisch verbracht
und SECHS Stunden lang, einen nach dem anderen platt gemacht. Genau so platt
haben wir uns am nächsten Tag dann aber auch gefühlt und darum fiel dieser
etwas ruhiger aus.
Einen Tag später erfuhr Ich, dass es hier in Shanghai
teilweise erlaubt ist mit echten Waffen zu schießen. Sogenannte „Shooting
Ranges“, wie man sie auch aus den USA kennt. Nur zu viel Hoffnung darf man sich
ja hier nie machen. Also haben wir uns mal auf den Weg dorthin gemacht.
Das coole am Shanghai Shooting and Archery Club war, dass
dieser mitten in der Stadt in einem alten chinesischen Bunker liegt. Für ca.
13€ durfte man 24 Pfeile mit einem Bogen auf Zielscheiben schießen und 10 Schuss
mit einer echten Pistole.
Also ab hinunter in den Bunker, welcher mit seinen 20 cm
dicken Stahl-Beton Türen echt cool aussah. Vor allem schön ruhig und kühl war
es dort unten. Zuerst ging es ans Bogen schießen, was sich aber nicht wirklich
von dem was man auf deutschen „Mittelalter-Festen“ kennt, unterschieden hat. Am
nächsten Tag hatte ich immerhin ein wenig Muskelkater im Rücken von der ungewohnten
Bewegung :D.
Danach ging es weiter zum Schieß-Stand. Ab hier durften
normalerweise immer nur noch zwei Leute auf einmal mit kommen. Vor Ort standen
dann zwei, hoffentlich unterwiesene, Chinesen welche einem die Waffe geladen
haben. Alle mussten Gehörschutz tragen, aber die zwei Instrukteure fanden das
nicht so wichtig und waren mittlerweile bestimmt schon fast taub. Nach dem die
Waffe geladen war, wurde diese mit einem Karabiner Haken an einem Metallgestell
befestigt, in welchem man diese dann mit der Hand halten konnte. Damit sich ja
keiner mit geladener Waffe umdreht und für ein Foto in Pose schmeißt, oder so.
Zielen war mit der Hand in diesem Metallkäfig etwas schwer und gewöhnungsbedürftig,
aber getroffen haben wir trotzdem alle. Alles in allem war es mal eine
außergewöhnliche Erfahrung, welche einem aber durch die teils komischen
Sicherheitsvorschriften weit eingeschränkt wurde.
Am nächsten Tag waren wir abends in einem Restaurant mit einer
chinesischer Dinner Show essen. Hier gab es neben dem Essen mehrere Auftritte.
Das Highlight des Abends waren zwei maskierte Tänzer, welche in Bruchteilen von
Sekunden ihre Masken wechseln konnten.
Das sah gut und auch echt verblüffend aus.
Heute war ich dann wieder alleine unterwegs und hatte mir
ziemlich coole Sachen vor genommen. Zuerst wollte ich zum Shanghai Racing Circuit
fahren, also die Formel Eins Rennstrecke. Diese liegt etwas außerhalb von
Shanghai, kann aber neuerdings ganz bequem per U-Bahn erreicht werden. Das
wollte ich dann natürlich sofort machen.
Nach 70 Minuten U-Bahn fahren und einem kurzen Fußmarsch bin
ich dann endlich an der Rennstrecke angekommen. Gegen meine Erwartungen
herrschte hier Menschenleere und alle Tore waren verschlossen. Keine Chance
irgendwie herein zu kommen und keine Spur von „Sightseeing Touren“. Schade,
dann ist hier während der Woche wohl alles geschlossen.
Immerhin Michael Schumacher gab es im angrenzenden "Garden of champions" zu sehen:
Nach einem kleinen Spaziergang entschied ich mich dann zwei
Stationen weiter zur „Shanghai Automobile City“ zu fahren. Hier werden viele
Autos für Shanghai produziert, unter anderem Volkswagen. Im Internet hatte ich
gelesen, dass es hier Führungen durch das VW-Werk geben soll. Kurze Zeit später
am VW-Werk angenommen, stand ich aber dann schon wieder vor verschlossenen Toren..
„Touren werden nur am Wochenende angeboten“. Na toll.
Immerhin war das Wetter mit purem Sonnenschein, schön aber kalt. Also wieder
ein kurzer Spaziergang am VW-Werk entlang und ab in die U-Bahn Richtung zu
Hause.
140 Minuten U-Bahn für ein paar verschlossene Tore zu begutachten.
Vielleicht sollte ich mich für die nächsten Tage mehr auf
die richtigen Touristen-Hotspots verlassen, diese haben nämlich mit großer
Sicherheit täglich geöffnet.
Abends war ich dann noch ein wenig in der Stadt unterwegs,
bis ich nach der ganzen Hin-und-her Fahrerei endgültig zu Hause war.
Morgen werde ich mich zu einer verlassenen Fabrik in
Shanghai begeben, welche ganz cool aussehen soll. Falls ich dort dann aber auch
vor verschlossenen Toren stehen sollte, nehme ich mir als Plan B die
Flusspromenade „The Bund“ vor. Ein hoffentlich erfolgreicher Bericht inklusive
Bilder werden auf jeden Fall folgen!
Sonst kann ich sagen, dass es mir in Shanghai ziemlich gut
geht. An die Zeitverschiebung habe ich mich mittlerweile auch ganz gut gewöhnt, ausschlafen kann ich hier ja sowieso jeden Tag. Die Preise sind, wenn man sich ein wenig geschickt anstellt, ziemlich
niedrig und man kommt mit ein paar Euro am Tag aus. U-Bahn fahren kostet pro
Fahrt immer nur ein paar Cent. Gefühlsmäßig merkt man noch gar nichts von
Heimweh oder Langeweile, da es hier in so einer riesigen immer etwas zu tun und
zu gucken gibt. So erlebt man auf den Wegen durch die Stadt oft die komischsten
Sachen. Heute z.B. habe direkt ich vorne an der Straße eine kleine „Werkstatt“ gesehen,
in der zwischen sehr viel Müll eine Drehmaschine zu erkennen war, an der der
Besitzer wohl den ganzen Tag lang irgendwelche Bauteile dreht und verkauft. Oder wie hier ein "Custom bike" mit extra Ausleger, auf dem Styropor transportiert wird.
Mittlerweile
renne ich auch schon genau so träumend und auf mein Handy starrend durch die
Straßen und U-Bahn Stationen, wie die Chinesen..
Die Zeit in Australien wird auf jeden Fall anders werden.
Mittlerweile bekomme ich echt coole und interessante Fragen per Facebook und Whatsapp gestellt, freut mich wirklich das die Seite hier von Leuten verfolgt wird. Also weiterhin bei Fragen, Kritik oder sonstigen Anregungen nur zu! "Facebook: Tobias Hluchnik, Whatsapp nur auf Anfrage"
Bis bald!
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen