Montag, 9. Februar 2015

Halbzeit in Shanghai

Hier kommt endlich nochmal ein neuer Beitrag.

Mittlerweile bin ich schon über eine Woche in Shanghai und das bedeutet für mich Halbzeit hier in der Stadt. In neun Tagen, am 18.02. geht’s weiter in den Süden nach Nanning. Dort ist es zum Glück auch endlich mal etwas wärmer. In den letzten Tagen war es hier lediglich um die 2 Grad. Immerhin noch ein wenig mehr als der Durchschnitt in Deutschland, aber trotzdem habe ich es lieber richtig warm.
In den nächsten Tagen soll es dann immerhin auch hier in Shanghai schon mal um die 12 – 15 Grad inklusive Sonnenschein werden. Ich bin mal gespannt.


Viele touristischen Attraktionen habe ich auch diese Woche nicht abgeklappert, da ich sie schon alle in den letzten Jahren oft gesehen habe. Dennoch hatte ich mir mal wieder ein paar lustige Sachen heraus gesucht, welche mehr oder weniger gut funktioniert haben.
Zum einen waren wir am Wochenende natürlich wieder in der Windows Bar, in der am Samstag sogar eine Studenten  Band gespielt hat. Aus diesem Grund wimmelte es dort nur so von anderen Studenten, welche ihre Kameraden unterstützen wollten. Aus allen Ländern der Welt und komischerweise alle ziemlich jung. Als das Konzert zu Ende war, gingen aber auch die meisten der Leute wieder und die Bar war normal gefüllt.
Wir haben unseren Abend wie immer am Billard Tisch verbracht und SECHS Stunden lang, einen nach dem anderen platt gemacht. Genau so platt haben wir uns am nächsten Tag dann aber auch gefühlt und darum fiel dieser etwas ruhiger aus.




Einen Tag später erfuhr Ich, dass es hier in Shanghai teilweise erlaubt ist mit echten Waffen zu schießen. Sogenannte „Shooting Ranges“, wie man sie auch aus den USA kennt. Nur zu viel Hoffnung darf man sich ja hier nie machen. Also haben wir uns mal auf den Weg dorthin gemacht.
Das coole am Shanghai Shooting and Archery Club war, dass dieser mitten in der Stadt in einem alten chinesischen Bunker liegt. Für ca. 13€ durfte man 24 Pfeile mit einem Bogen auf Zielscheiben schießen und 10 Schuss mit einer echten Pistole.


Also ab hinunter in den Bunker, welcher mit seinen 20 cm dicken Stahl-Beton Türen echt cool aussah. Vor allem schön ruhig und kühl war es dort unten. Zuerst ging es ans Bogen schießen, was sich aber nicht wirklich von dem was man auf deutschen „Mittelalter-Festen“ kennt, unterschieden hat. Am nächsten Tag hatte ich immerhin ein wenig Muskelkater im Rücken von der ungewohnten Bewegung :D.



Danach ging es weiter zum Schieß-Stand. Ab hier durften normalerweise immer nur noch zwei Leute auf einmal mit kommen. Vor Ort standen dann zwei, hoffentlich unterwiesene, Chinesen welche einem die Waffe geladen haben. Alle mussten Gehörschutz tragen, aber die zwei Instrukteure fanden das nicht so wichtig und waren mittlerweile bestimmt schon fast taub. Nach dem die Waffe geladen war, wurde diese mit einem Karabiner Haken an einem Metallgestell befestigt, in welchem man diese dann mit der Hand halten konnte. Damit sich ja keiner mit geladener Waffe umdreht und für ein Foto in Pose schmeißt, oder so. Zielen war mit der Hand in diesem Metallkäfig etwas schwer und gewöhnungsbedürftig, aber getroffen haben wir trotzdem alle. Alles in allem war es mal eine außergewöhnliche Erfahrung, welche einem aber durch die teils komischen Sicherheitsvorschriften weit eingeschränkt wurde.


Am nächsten Tag waren wir abends in einem Restaurant mit einer chinesischer Dinner Show essen. Hier gab es neben dem Essen mehrere Auftritte. Das Highlight des Abends waren zwei maskierte Tänzer, welche in Bruchteilen von Sekunden  ihre Masken wechseln konnten. Das sah gut und auch echt verblüffend aus.


Heute war ich dann wieder alleine unterwegs und hatte mir ziemlich coole Sachen vor genommen. Zuerst wollte ich zum Shanghai Racing Circuit fahren, also die Formel Eins Rennstrecke. Diese liegt etwas außerhalb von Shanghai, kann aber neuerdings ganz bequem per U-Bahn erreicht werden. Das wollte ich dann natürlich sofort machen.
Nach 70 Minuten U-Bahn fahren und einem kurzen Fußmarsch bin ich dann endlich an der Rennstrecke angekommen. Gegen meine Erwartungen herrschte hier Menschenleere und alle Tore waren verschlossen. Keine Chance irgendwie herein zu kommen und keine Spur von „Sightseeing Touren“. Schade, dann ist hier während der Woche wohl alles geschlossen.



Immerhin Michael Schumacher gab es im angrenzenden "Garden of champions" zu sehen:


Nach einem kleinen Spaziergang entschied ich mich dann zwei Stationen weiter zur „Shanghai Automobile City“ zu fahren. Hier werden viele Autos für Shanghai produziert, unter anderem Volkswagen. Im Internet hatte ich gelesen, dass es hier Führungen durch das VW-Werk geben soll. Kurze Zeit später am VW-Werk angenommen, stand ich aber dann schon wieder vor verschlossenen Toren..
„Touren werden nur am Wochenende angeboten“. Na toll. Immerhin war das Wetter mit purem Sonnenschein, schön aber kalt. Also wieder ein kurzer Spaziergang am VW-Werk entlang und ab in die U-Bahn Richtung zu Hause.


140 Minuten U-Bahn für ein paar verschlossene Tore zu begutachten.
Vielleicht sollte ich mich für die nächsten Tage mehr auf die richtigen Touristen-Hotspots verlassen, diese haben nämlich mit großer Sicherheit täglich geöffnet.
Abends war ich dann noch ein wenig in der Stadt unterwegs, bis ich nach der ganzen Hin-und-her Fahrerei endgültig zu Hause war.



Morgen werde ich mich zu einer verlassenen Fabrik in Shanghai begeben, welche ganz cool aussehen soll. Falls ich dort dann aber auch vor verschlossenen Toren stehen sollte, nehme ich mir als Plan B die Flusspromenade „The Bund“ vor. Ein hoffentlich erfolgreicher Bericht inklusive Bilder werden auf jeden Fall folgen!
Sonst kann ich sagen, dass es mir in Shanghai ziemlich gut geht. An die Zeitverschiebung habe ich mich mittlerweile auch ganz gut gewöhnt, ausschlafen kann ich hier ja sowieso jeden Tag. Die Preise sind, wenn man sich ein wenig geschickt anstellt, ziemlich niedrig und man kommt mit ein paar Euro am Tag aus. U-Bahn fahren kostet pro Fahrt immer nur ein paar Cent. Gefühlsmäßig merkt man noch gar nichts von Heimweh oder Langeweile, da es hier in so einer riesigen immer etwas zu tun und zu gucken gibt. So erlebt man auf den Wegen durch die Stadt oft die komischsten Sachen. Heute z.B. habe direkt ich vorne an der Straße eine kleine „Werkstatt“ gesehen, in der zwischen sehr viel Müll eine Drehmaschine zu erkennen war, an der der Besitzer wohl den ganzen Tag lang irgendwelche Bauteile dreht und verkauft. Oder wie hier ein "Custom bike" mit extra Ausleger, auf dem Styropor transportiert wird.


Mittlerweile renne ich auch schon genau so träumend und auf mein Handy starrend durch die Straßen und U-Bahn Stationen, wie die Chinesen..


Die Zeit in Australien wird auf jeden Fall anders werden.

Mittlerweile bekomme ich echt coole und interessante Fragen per Facebook und Whatsapp gestellt, freut mich wirklich das die Seite hier von Leuten verfolgt wird. Also weiterhin bei Fragen, Kritik oder sonstigen Anregungen nur zu! "Facebook: Tobias Hluchnik, Whatsapp nur auf Anfrage"

Bis bald!

Mittwoch, 4. Februar 2015

Thames Town

Heute habe ich mir vorgenommen nach Thames Town zu fahren.

Laut Internet, soll das eine Geisterstadt in "Songjiang" einem Außenbezirk im Süd-Westen von Shanghai sein. Das besondere an dieser Stadt ist, dass diese komplett im englischen Stil, also westlich gebaut ist. Dann mal schauen was mich dort erwartet.

Die Luft ist heute ziemlich schlecht, was man schon auf dem ersten Bild aus dem Fenster erkennen kann. Im Gegensatz zu dem gleichen Bild bei meiner Ankunft in Shanghai, auf dem sogar die Sonne schien, ist das hier schwer trüb. Die Pollution-Rate (Luftverschmutzung) lag heute um die 290 rum.
In Deutschland liegt der Grenzwert bei ungefähr 50.
Viele Chinesen tragen aus diesem Grund Staubmasken sobald sie das Haus verlassen.



Nach Thames Town bin ich natürlich wieder mit der U-Bahn gefahren, diesmal 11 Stationen in die entgegen gesetzte Richtung von meiner gestrigen Tour. Nicht umsonst hat Shanghai das zweit größte U-Bahn System nach Peking und ist das am schnellsten wachsende weltweit.
Nach rund 40 Minuten kam ich in Songjian an, hier ist man wirklich aus der Stadt raus.
Kaum Hochhäuser, viel weniger Menschen als in der Innenstadt und weite Wege zu Fuß.

Da Thames Town noch ein Stückchen von der U-Bahn entfernt liegt, entschied ich mich mit dem Bus zu fahren. Busfahrpläne werden hier nur in Chinesisch angezeigt, aber dank Google Maps wusste ich, ob der Bus zumindest in die richtige Richtung fährt. Die Busfahrer fahren hier wie die verrückten.


Dann schien ich endlich angekommen zu sein, doch so wirklich englisch sah das hier noch nicht aus und geisterhaft schon gar nicht. Aber es kann ja immer noch werden dachte ich mir und bin erst einmal quer durch die Stadt gelaufen. Verlassen war es hier auch nicht, da viele der Häuser dort sogar bewohnt aussahen. Viele Leute konnte man auf den Straßen aber nicht sehen. An manchen Ecken war ein wenig mehr los, an manchen weniger. Durch das trübe Wetter und die teils verlassenen Plätze hatte das ganze dort auch schon ein wenig von Endzeit-Stimmung.



Viele Chinesen nutzen die Gegen hier um Hochzeits-Fotos zu schießen. Ist ja auch praktisch, dann hat man sich die Flitterwochen in Europa auch schon gespart.
Eine echte Kirche mit Jesus gab es hier immerhin auch.





Nach 2 Stunden durch die Stadt laufen hat es mir aber auch schon wieder gereicht und ich machte mich auf den Rückweg. Zurück zum Bus, der glücklicherweise fast genau zurück gefahren ist und mit der U-Bahn zurück nach Hause.

Abschließen kann man sagen, dass sich der Trip gelohnt hat, dennoch darf man sich aus den Beschreibungen im Internet nicht zu viel erhoffen. Man kann sich ja auch denken, dass Chinesen nicht einfach so europäische Häuser bauen können ohne die richtigen Steine. War auf jeden Fall mal etwas anderes als die Innenstadt von Shanghai.




Was Harry Potter auf seinem Besen dort verloren hat, weiß ich leider nicht.




Heute ist Mittwoch, dass heißt es ist Ladies Night und für die Chinesen und viele Ausländer hier ein Grund auch mal mitten in der Woche durch die Bars und Discos zu ziehen. Mal sehen was mich dort später noch erwartet.

Dienstag, 3. Februar 2015

Wusong Paotaiwan Wetland Park

Der nächste Tag lief nach der doch länger geratenen Nacht eher ruhig.

Leider musste ich schon um 11 Uhr aufstehen, da wir um 12 Uhr mit ein paar Freunden von meinem Dad zum Badminton verabredet waren. 
Also aus dem Bett krabbeln, kurz fertig machen, Badminton Schläger einpacken und los geht es.

Hier kann man sich in einer Sporthalle, welche normalerweise von einer Schule genutzt wird, Stundenweise einen Teil anmieten. Der Preis beträgt um die 2€ und der Hallenteil kann dann von beliebig vielen Leuten benutzt werden.

Wir wollten mit dem eigenen Auto hinfahren und direkt vor der Halle parken. Die Fahrt dorthin dauerte dann trotz der relativ kurzen Strecke um die 30 Minuten, da wir einen riesen Umweg fahren mussten weil sich wie so oft ein riesen Stau in einer der Straßen zur Halle bildete.
In der Halle angekommen war unser Bereich mit Badminton Netz schon frei und wir konnten sofort los legen.

So zwei Stunden Bewegung taten nach der Nacht ziemlich gut. Viele Chinesen kamen mit ihren Kindern dorthin um mit ihnen ein wenig Sport zu machen. Das sah allerdings meist sehr ernst aus, da die Chinesen immer und überall Leistung zeigen wollen, von Spaß war da wenig Spur. Wir hatten allerding sehr viel Spaß und als wir wieder zu Hause waren, gab es erst einmal eine Dusche und etwas zu Essen in einer Suppenküche neben unserer Wohnung.



Die nächsten Stunden verbrachte ich damit meinen nächsten Tag zu planen.

Es sollte zum „Wusong Paotaiwan Wetland Park“ gehen, welchen ich im Internet gefunden habe.
Dieser Park liegt in Baoshan, einem Außenbezirk im Norden von Shanghai, in den man trotzdem noch bequem per U-Bahn fahren kann.
Der Park befindet sich am Hafengebiet des Yangtze Flusses, auf einem so genannten „Wetland“, was Sumpfgebiet bedeutet. Hier wurden 1937 die vom Meer aus kommenden Flugzeuge im Krieg gegen Japan bekämpft. Die dort ansässigen Navy-Soldaten wurden „Paotaiwan“ genannt. In Gedenken an dieses Szenario wurde nun dieser 120 Hektar große Park errichtet. Also werde ich auf meiner Tour sogar noch etwas Geschichte mitbekommen.

Da während der Woche alle hier zur Arbeit müssen, blieb mir natürlich nichts anderes übrig als mich alleine ins Abenteuer zu stürzen.
Wie geht man also so einen Trip ganz alleine in China an?
Über Google-Maps machte ich zuerst die Location ausfindig um eine genaue Adresse zu bekommen. Nun schaute ich nach U-Bahn Stationen in dieser Nähe und wurde auch direkt fündig.
Über eine ziemlich praktische Handy App „Shanghai Metro“ konnte der Weg per U-Bahn sehr leicht geplant werden.
Hier gibt man einfach seine Station, von welcher aus gestartet werden soll, ein und die App sagt einem wo man um- und aussteigen muss. Dazu gibt es noch eine komplette U-Bahn Karte als Übersicht dazu.
Nun musste ich nur noch den Weg von der U-Bahn Station „Shuichan Rd.“ Zum Wetland Park mit Google Maps planen. Dieser konnte mit ca. 2 Km zu Fuß bewältigt werden.



Am nächsten Tag, habe ich dann mal wieder schön bis 11 Uhr „verschlafen“ und so machte ich mich etwas hektisch auf den Weg. Etwas Geld in die eine Hosentasche, das vollgeladene Handy in die andere und die GoPro in die Jacke.
Die U-Bahn Station liegt hier so gut wie vor der Tür. Ab da rein und die richtige U-Bahn Linie 9 gesucht. Laut App musste ich nach zwei Stationen zur Linie 3 umsteigen, was ich dann auch tat. Der Fußweg zwischen den beiden Linien betrug gefühlte 2 Km und überall sieht man nur Chinesen rumwuseln. Ein bisschen wie in einem großen Ameisennest. Mit der Linie 3 musste ich dann Richtung „Shanghai Railway Station“ fahren.
Nur blöd wenn es noch eine „Shanghai SOUTH Railway Station“ in genau der entgegen gesetzten Richtung gibt. In dem ganzen Durcheinander bin ich natürlich in die falsche Richtung eingestiegen, die Namen sind ja auch fast gleich.
Nach fünf weiteren Stationen ist mir mein Missgeschick dann auch aufgefallen und ich machte mich auf den Weg in die Entgegengesetzte Richtung.


So hatte ich dann noch ganze 25 Stationen vor mir, was um die 70 Minuten dauerte. Also genug Zeit die Chinesen in der U-Bahn zu beobachten.
Die meisten schauen in ihr Handy, welches IMMER ein iPhone oder iPad ist, und der Rest schläft. Ein paar andere glotzen einen an wie als wäre man ein Alien. Also habe ich mich auch einfach in mein Handy vergraben und fast die ganze Fahrt über etwas gespielt. Schadet also nicht wenn man hier in Shanghai ein paar gute Spiele auf dem Handy hat.


In der Innenstadt fährt die U-Bahn meist unterirdisch, aber wenn man dann etwas raus fährt, auch überirdisch. Das macht die Fahrt ein wenig angenehmer, da ich so ungefähr die Hälfte meiner 25 Stationen zusätzlich noch aus dem Fenster gucken konnte. Sonst ist U-Bahn fahren eher langweilig, hin- und wieder kommen kleine, arme Kinder auf Knien durch die Bahn gerutscht und betteln um Geld. Am besten vergräbt man sich dann hier, wie alle anderen Chinesen, auch in sein Handy und beachtet einfach niemanden. Man weiß ja nie was passiert, falls man dann doch sein Geld raus nimmt um ihnen ein wenig zu geben.

Endlich an der Zielstation angekommen, ging ich voller Abenteuerlust aus der Station und musste fest stellen, dass es hier kaum etwas zu sehen gibt.
Alles grau, herunter gekommen und überall Chinesen, welche einen hier im Außenbezirk noch komischer anguckten als in der Stadt. Wann sieht man dort auch schon mal einen Ausländer.
Also schnell Google Maps angeworfen und meinen Weg durch die Straßen zum Park gebahnt. Bei +7 Grad lässt es sich hier ganz gut wandern.




Nach 30 Minuten bin ich dann endlich am Park angekommen und musste fest stellen, dass dieser Menschen leer war, aber dennoch geöffnet hatte.
Mitten in der Woche wollte hier wohl kaum jemand rein. Der Eintritt kostete 10 RMB, was nach dem derzeitigen Kurs um die 1,40€ beträgt.
Die Stille tat, im Gegensatz zu dem ständigen rum gehupe der Autos und dem schreien der Chinesen, mal richtig gut.




So wanderte ich also durch den Park und hab ein paar richtig schöne Ecken sehen können. Wie z.B. einen Wasserfall, an dem leider kein Wasser lief, mit einer Höhle im inneren.



An der Promenade angekommen wurde ich dann mit einem coolen Ausblick für den weiten Weg belohnt.
Man kann sich gar nicht vor stellen wie viele Schiffe dort über den Yangtze fahren.



Auf meinem Weg kam ich danach noch an mehreren alten Luftabwehr-Waffen und Kanonen vorbei, welche aber leider nicht mehr alle original aus dem Krieg waren. Alle waren aufs offene Meer gerichtet.


Es war schon sehr gespenstig, ganz alleine durch einen Park mit teils zugewachsenen Wegen zu wandern.
Hin- und wieder hörte man Leute hinter irgendwelchen Büschen oder es kamen sogar ein paar Chinesen an einem vorbei gejoggt.



Alles in allem war die Idee zu diesem Park zu fahren ein lohnenswerter Alleingang, welchen ich nur weiterempfehlen kann.


Als ich nach 2 Stunden und gefühlten 10 Km Fußmarsch endlich wieder aus der Anlage heraus fand, hätte ich gerne ein Taxi für den Weg zur U-Bahn gehabt. Aber auf den Straßen war alles komplett dicht, da die Abendessen-Zeit eintrat. Hier geht wirklich nichts mehr auf den Straßen und man geht lieber zu Fuß oder nimmt die U-Bahn, welche aber auch brechend voll sein kann.



So lief ich nochmal die kompletten 2 Km zu Fuß zurück und warf mich dann erschöpft in die, zum Glück nicht so volle, U-Bahn Richtung unserer Wohnung. Belohnt wurde ich dort mit einem, durch das viele Laufen entstandenen, Loch in der Socke. Da weiß man was man getan hat.


Man kann oft mit Worten gar nicht beschreiben was hier in China auf den Straßen passiert, darum lasse ich noch ein paar Bilder sprechen.

Da sieht man auch schon einfach mal das Fleisch auf der Straße hängen:


Oder eine professionelle chinesische Metallbauer Werkstatt direkt an der Straße. Hier werden auf dem Bürgersteig Metallgitter für Fenster, zum Schutz vor Einbrechern gebaut.


Hier habe ich sogar schnell noch ein kleines Video des heutigen Tages zusammen geschnitten. Leider ist die Qualität und Framerate nicht so gut geworden.


Mein nächster Trip nach „Thames Town“, einer detailgetreuen Nachbildung einer englischen Stadt, ist für morgen auch schon geplant und der dazugehörige Bericht wird danach sofort folgen.

Somit lege ich mich jetzt erst einmal schlafen.

Gute Nacht!

Viele Grüße gehen auch noch an Steffi und alle meine Freunde raus, mit euch wäre es hier noch viel cooler :)

Der erste Tag in Shanghai

Erst einmal ein wenig zu Shanghai selber:

Ich reise jetzt schon das fünfte Mal in die Stadt mit den Rund 24 Millionen Einwohnern. Damit ist Shanghai nicht nur die bevölkerungsreichste Stadt in ganz Asien, sondern auch weltweit die Nummer eins (2014). Die Zeitverschiebung beträgt im Gegensatz zu Deutschland +7 Stunden. Im Februar ist es hier um die 5 – 12 Grad warm.



Der Flug nach Shanghai verlief ziemlich gut, aber schlaflos. Das Flugzeug war leider fast komplett voll. Dafür lernte ich hier schon meine erste Bekannte kennen. Eine Chinesin namens „Crystal“, welche mit einem Großteil ihrer Familie im selben Flugzeug saß und aus dem Urlaub aus Paris wieder zurück nach Harbin (Nord-China) flog. Der Name Crystal war wohl nur ein Kosename, da sich wahrscheinlich kaum ein Europäer den richtigen Namen eines Chinesen merken könnte.
Wir schlugen uns die 11 Stunden Flugzeit mit Spiel-Duellen auf dem „In-Flight Game System“ tot. Auf diesem Touchscreen, welcher in jedem Sitz eingebaut ist, hat man die Auswahl zwischen vielen Filmen, Musik und auch Multiplayer-Spielen. Desweiteren lernte ich noch ihre komplette Verwandtschaft im Flugzeug kennen und wurde nach bester chinesischer Gastfreundschaft mit allerhand Keksen und Chips versorgt.


 In Shanghai angekommen, wurde ich von meinem Vater und seiner Frau unkompliziert mit dem eigenen Mietwagen abgeholt, da er mittlerweile sogar den chinesischen Führerschein besitzt. Wäre auch zu blöd gewesen sich nochmal mit zwei Koffern und einem Rucksack durch verschiedene Züge zu schlagen.

Zu Hause angekommen, ging es nach einer kurzen Pause und einer sehr erholsamen Dusche auch schon sofort weiter. Denn an Schlaf war nicht zu denken, es war ja schließlich erst 8 Uhr morgens Ortszeit als ich gelandet war. Also auf mit dem Taxi in die Stadt, wo wir schließlich, in der meiner Meinung nach, besten Bar der Welt versackten. Im Windows Scoreboard, einer Sportsbar in der man günstig Trinken und Essen kann. Zudem gibt es zwei Billardtische, einen Beerpong Tisch und ein paar Dart Scheiben. Hier kann man sich dann bei dem ein- oder anderen Bier gegen alle Nationen der Welt beweisen, was wir meist am Billard Tisch versuchen.

Hier mein Zimmer mit, für eine Person, ziemlich großem Bett und dem Blick aus dem Fenster:



Beim Billard in der Bar lernte ich auch schon die nächsten Leute kennen, ein paar Austauschschüler aus u.a. Kamerun und Indien. Ein Billard Spiel folgte dem anderen und zu jeder Runde gab es natürlich Bier, Tequila und Havana Coke.. Wie es dann natürlich enden musste, stolperten wir um 4 Uhr morgens aus der Bar und bahnten uns den Weg nach Hause. Auf dem Weg konnte man immerhin noch etwas  Leckeres essen, da die Restaurants hier teilweise die ganze Nacht geöffnet haben. So endete mein erster Tag in Shanghai dann auch endlich und ich war froh nach ca. 40 schlaflosen Stunden ins Bett zu fallen.



Gute Nacht!