Dienstag, 10. März 2015

Der erste Roadtrip

Am Sonntag ging es endlich mit meinem ersten Roadtrip los.
Vormittags traf ich Elisa, mit der ich bis nächsten Samstag nach Brisbane Reisen werde. Wir verstanden uns zum Glück direkt gut.
Mittags ging es dann los, aus Sydney raus und Richtung Norden zur Central Coast. Alles mit dem eigenen Van, ein richtig cooles Gefühl.
Dank Navi konnten wir uns schon mal
Nicht Verfahren.
Nach den ersten 20 Kilometern war das ungewohnte links fahren dann auch kein großes Problem mehr.

Mit unserem Van fahren wir meistens so um die 80 km/h, da es durch das hohe Gewicht schneller eh nicht geht und am Sprit sparendsten ist.
Nach ca. 1,5 Stunden kamen wir in Terrigal an, einem kleinen Strand Ort an der Central Coast. Eigentlich wollten wir nur kurz parken um uns das Meer anzuschauen, aber dann fiel uns auf das wir auf einem kostenlosen Parkplatz direkt am Meer standen und somit blieben wir dort auch schon ganz Stress frei die erste Nacht.



Überall um uns herum standen riesen Villen und wir hatten unseren eigenen kostenlosen Schlafplatz in erster Reihe.

In der Dämmerung hielten dann zwei Polizeiwagen hinter unserem Van.
Zuerst dachten wir, dass sie uns nur sagen wollten das wir hier nicht übernachten dürfen, aber als der Polizist zu uns kam fragte er nur ob wir einen Mann mit langem Bart gesehen haben.
Als wir das verneinten, kletterten zwei von ihnen auch schon über die Absperrung an der Böschung und begannen alles abzusuchen.
Nach 10 Minuten kamen sie wieder heraus, winkten uns noch einmal kurz zu uns verschwanden auch schon schnell mit Blaulicht wieder.
Schon ein mulmiges Gefühl dort einfach ahnungslos zu schlafen, aber alle Türen waren gut abgeschlossen.

Am nächsten Tag ging es dann weiter die Küste hoch.
Das nächste Ziel hieß Myalls National  Park. Hier soll man angeblich an verlassenen Stränden schlafen können, so die Vorstellung.
Zwei Stunden später dort angekommen, fuhren wir durch eine echt schöne Waldlandschaft und weit und breit war kein anderes Auto zu sehen.


An manchen Abbiegungen stand 4WD only (Allrad), in die wir leider nicht hinein konnten.
Wir hielten dann an einem kleinen Parkplatz an und kletterten über die Dünen dahinter und wurden mit einem atemberaubenden Ausblick beschert.
Kilometer langer, menschenleerer Sandstrand mit glas klarem Wasser.



Schwimmen durfte man nur auf eigene Gefahr, da es dort keine Lifeguards gab.
Campen hätte man hier wohl gekonnt, aber wir hatten leider keinen Allrad und so fuhren wir erst einmal weiter.

Mit der Zeit wurde es immer dunkler und wir kamen über echt schlimme, von Schlaglöchern durchzogene Pfade.
Wir entschieden uns noch ein Stück weiter zu fahren um dann auf einen Campingplatz zu gelangen.
Dieser war leider schon geschlossen und wir fuhren in völliger Dunkelheit mit 20 Km/h durch den Wald.


Zum Glück fanden wir noch einen weiteren Campingplatz auf den wir uns einfach sofort hingestellt haben. Weit und breit war kein "Office" Häusschen oder sonstiges zu sehen. Laut Beschreibung an einer Infotafel sollte die Nacht 10$ pro Person Kosten, was Angesichts der Situation völlig in Ordnung war.


Am nächsten Morgen kam immer noch niemand vorbei um Geld einzusammeln und so fuhren wir einfach relativ früh wieder weg und hatten einen echt guten Platz für kein Geld gehabt. Glück oder Unwissen, ist ja im Nachhinein auch egal. Ein Abenteuer war es alle Mal, zudem es seit über einem Tag keinen Handyempfang mehr gab.

Die Reise ging weiter, Richtung Port Macquarie.
Im Lonely Planet gab es einen Tipp: 60 Km von Port Macquarie entfernt, sollte es den höchsten Wasserfall ganz Australiens geben. Das darf man sich natürlich nicht entgehen lassen.
Laut Navi sollten wir für die Strecke 2,5 Stunden  brauchen, was wir aber für unlogisch hielten.
Nach 30 Minuten Fahrt, wurden wir dann mal wieder eines besseren Belehrt, als wir auf alt bekannte Schotterpisten stießen. So ging es dann wieder mit konstanten 20 Km/h zwei Stunden lang über Stock und Stein.


Hier konnte ich immerhin meine ersten, wilden Kängurus sehen, welche wie die Rehe in Deutschland über die Felder hüpften. Ein komischer Anblick, da man sich Kängurus normalerweise nur in der Wüste vorstellt.
Der Wasserfall war echt cool als wir endlich mal ankamen.





Auch hier gab es natürlich keinen Handyempfang.
Gegen Nachmittag machten wir uns dann auf den Rückweg nach Port Macquarie, um dort nach einem schönen Platz am Strand zu suchen.
Das hat auch echt gut funktioniert.
Im Moment stehen wir hier, mit ca. 10 anderen Backpacker Autos.


Näher am Strand kann man gar nicht parken. Am Eingang steht zwar, dass hier overnight stay verboten ist, aber das scheint die 9 anderen Autos hier auch nicht zu stören.



Bei dem schönen Platz kann man das Risiko, mitten in der Nacht vertrieben zu werden, ruhig in Kauf nehmen.
Ein leckeres, warmes Essen, haben wir uns auch erst einmal gekocht und so den Abend am Strand mit ein paar anderen Backpackern abgeschlossen.

Falls wir heute Nacht nicht schon aufbrechen müssen, wird es morgen Mittag 200 Km Richtung Coffs Harbour gehen. Am Donnerstag sollten wir dann im wunderschönen Byron Bay, der Surfer Hauptstadt, ankommen.

Das Leben im Van ist echt cool und aufregend. Man weiß nie, wo man am Abend landen wird und kann sich über grenzenlose Freiheit freuen.
Man setzt sich mit der Zeit auch komplett andere Prioritäten. Eine heiße Duschs, sowie ein richtig leckeres, warmes Essen sind hier eine Seltenheit. Aber so ist das halt, warm duschen kann man den Rest seines Lebens ja immer noch :D

Jetzt wird erstmal bei Meeresrauschen und Blick auf die Wellen eingeschlafen, ist leicht wie im Film hier.

Bis die Tage!


Freitag, 6. März 2015

Featherdale Wildlife Park

Heute war ich mit Tracy, welche ich in Sydney kennengelernt habe, im Featherdale Wildlife Park.
Zu zweit macht es schließlich viel mehr Spaß!
Die Fahrt mit dem Zug dorthin, hat von Cronulla aus zwei Stunden gedauert, aber auch aus dem Zug lässt es sich gut die Natur bewundern.
Im Wildlife Park gibt es begehbare Gehege, in denen man Kängurus, Koalas, Vögel und Quokkas streicheln, füttern und fotografieren kann. Des Weiteren gibt es noch viele weitere Tiere zu sehen.
Die Zugfahrt verlief problemlos und auch die Zeit ging bei wunderschönen Ausblick sehr schnell rum.


Dort angekommen, war sogar gar nicht viel los. Das lag wohl daran, dass es Werktags war und der Park nicht so groß umworben wird wie andere Zoos in Sydney. Der Eintritt kostete 29$, aber mit ein paar Gutscheinen, welche man hier in Sydney bei jeder Attraktion einsetzen sollte, konnten wir noch 20% Rabatt rausschlagen. Backpacker halt.

Direkt hinter dem Ticketschalter kommt man dann auch schon in das erste Gehege in dem es kleine Zwergkängurus und viele Vögel zu sehen gab. Hier trieb sich auch noch ein Wombat herum, welches wie ein riesen großes Meerschweinchen aussieht.

Im nächsten Gehege gab es dann auch schon eine der Hauptattraktionen, die Koalas und Kängurus!

     Mein neuer australischer "Mate" :D

Hier konnte man für einen Dollar Eiswaffeln, gefüllt mit Heu kaufen. Diese konnten dann an die Kängurus verfüttert werden, welche auch direkt ankamen und einem meistens die komplette Waffel aus der Hand reißen wollten :D
Hier konnten wir super Fotos machen und ganz viele Kängurus streicheln.


Die sind ganz zahm und beißen gar nicht.
Neugierig sind sie dazu auch noch und gucken sogar freiwillig in jede Kamera die man ihnen hin hält.


Und so verschwand eine Waffel nach der anderen im Känguru Gehege, ich will gar nicht wissen wie viele wir letztendlich geholt haben, aber jede einzelne hat sich gelohnt. Das könnte man den ganzen Tag machen.


Die Koalas hingen die meiste Zeit nur in ihrem Eukalyptus Baum herum und bewegten sich kaum, sind halt faule Tiere, aber knuffig sind sie trotzdem.


Hinter dem Känguru und Koala Gehege gab es dann noch Stachelschweine, welche wir auch mal streicheln durften und sehr viele Vögel, Dingos, Flughunde und tasmanische Teufel.
Meiner Meinung nach, hat der tasmanische Teufel seinen Namen auch durch sein Aussehen wirklich verdient.

Zu guter Letzt haben wir auch noch süße Quokkas gesehen, welche ja angeblich die glücklichsten Tiere der Welt sein sollen. Die sahen auch wirklich so aus und natürlich fütterten wir die auch mit ganz vielen Waffeln :)



Nach ca. 3 Stunden pausenlosem Streicheln, füttern und unzähligen Fotos hat es uns dann aber auch gereicht.
So viele neue Tiere habe ich noch nie auf einem Haufen gesehen und das wird innerhalb Europas leider auch schwer.
Es war so schön!
Leider habe ich hier kein WLAN und noch soo viele Bilder von der GoPro und sogar Videos auf meinem Laptop. Die werde ich dann wohl später mal nachreichen müssen.




Jetzt bin ich wieder zu Hause, im schönen Cronulla am Strand. Leider alleine, da meine Nachbarn sich schon alle auf ihren Weg gemacht haben. Alle in verschiedene Richtungen, aber man weiß ja nicht wann man sich nochmal über den Weg läuft.
Am Sonntag treffe ich einen neuen Travelmate, mit dem ich meinen Weg bis nach Brisbane bestreiten werde. Da möchte ich nächste Woche Samstag ankommen. So langsam wird es auch Zeit, denn die Nächte in Sydney werden immer kälter :/
Bis dahin koche ich hier noch gemütlich mein Essen am Strand. Die Possums, welche bei Anbruch der Dunkelheit auf Nahrungssuche gehen, unterhalten mich im Moment mehr als genug. Überall raschelt, faucht und quietscht es. Die sind so neugierig und schauen immer sehr genau, ob man nicht doch irgendwo etwas zu essen für die verloren hat.
Heute wird das ganze sogar noch mit Live Musik überspielt, welche man von einer Partty vom Yacht-Hafen neben an hören kann.


Im Van schläft es sich echt gut, viel besser als im Hostel bis jetzt. Nur das Kochen, putzen und alles wieder eineäumen nervt ein bisschen, aber man will es ja ordentlich haben :)
Sogar die Anwohner erkundigen sich hin und wieder ob es einem gut geht und fragen ganz neugierig wo man her kommt und was man vor hat. So lange man hier keinen großen Müll hinterlässt oder mit 20 Vans hier steht, sei es für die kein Problem.
Die Häuser am Strand Kosten hier alle ein paar Millionen Dollar und ich schlafe einfach um sonst mit Meeres-Blick auf dem Parkplatz :D Leider geht das auch nicht für immer..
Morgen werde ich noch ein paar letzte Vorbereitungen treffen, nochmal einkaufen und waschen gehen und dann kann es auch schon mit dem ersten großen Roadtrip los gehen!
Ich bin mal gespannt wie es wird, aber es wird sicherlich alles gut gehen und Abenteuer pur werden.

Bis bald!



Dienstag, 3. März 2015

Igor

Gestern ging es dann endlich los.
Um 10 Uhr bin ich aus dem Hostel ausgecheckt und mit meinem ganzen Gepäck zum Bahnhof gelaufen, um von da aus mit dem Zug Richtung Igor, dem Van, zu fahren.


Am Bahnhof wurde ich dann auch direkt von einem Australier mit Gitarre angesprochen, ob ich "ausziehen" würde oder was ich mit so viel Zeug vor habe. Er hat mir dann sogar noch geholfen alles in den Zug zu tragen und die Sachen zusammen zu halten, da sich meine Tüten mit der Zeit immer weiter aufgelöst hatten 😄


Das ist Igor! Der Name stammt von den Vorbesitzern und er verdient ihn wegen seinem Nummernschild. Die Rohrkonstruktion vorne ist übrigens die Dusche! Ein Skateboard gibt's sogar noch oben drauf, welches vorne an der Bull Bar steckt.

Endlich am Van angekommen, packte ich meine Sachen hinein, checkte kurz alles ab um mich dann auch schon hinters Steuer setzen zu können. Tür zu, Fenster auf, Schlüssel rein. Und jetzt?

Keine Ahnung wo es überhaupt lang geht und noch weniger Ahnung wie man überhaupt links fährt.
Zum Glück hatte ich ein echt gutes TomTom Navi im Handschuhfach, welches sogar funktioniert hat.
So entschied ich mich erstmal zu einem großen Einkaufscenter zu fahren, welches ein Stück außerhalb lag, sodass ich nicht durch die Innenstadt fahren muss.
Das Lenkrad ist rechts, die manuelle Gangschaltung links von mir, der Blinkerhebel ist rechts, alles anders herum als in Deutschland.
Trotzdem hat alles ganz gut funktioniert, dass Auto fährt dem Alter entsprechen gut und noch funktioniert alles.

Am Einkaufscenter angekommen, fiel mir dann auf das es nicht nur irgendein Center war, sondern das rieeeesen Westfield Center hier in Sydney..
Zum Glück konnte ich an der Straße einen Parkplatz finden, da das Parkhaus nur eine maximal Höhe von 1,80 Meter zu ließ und ich gar nicht wusste wie hoch der Van überhaupt ist.
Alleine einkaufen gehen war eine richtige Qual. Die Schilder an der Straße versteht hier glaube ich niemand so richtig, aber ich denke das man dort 2 Stunden frei stehen durfte. Ich brauchte allerdings alleine fast 4 Stunden und 5 mal gehen um das ganze Zeug ins Auto zu schleppen.

Fazit war dann: Lebensmittel um ein paar Tage auszukommen, neue Klamotten um auch mal ein paar Tage länger ohne waschen auszukommen, nagelneue Bettwäsche, Decke und Kopfkissen und noch jede Menge Kleinzeugs was man alles so gebrauchen kann. 200$ weniger.

Ich habe mir sogar einen "Wilson" Volleyball gekauft, damit ich im Fall der Fälle, auf einer einsamen Insel, auch einen Freund habe (wie im Film Castaway) 😂.
Zur Belohnung des Tages, habe ich mir dann noch im Liquor Store einen 4-Liter Kanister Goon für 9$ besorgt und einen Beutel Eis für die Kühlbox.

So konnte es dann, nass geschwitzt von der ganzen Schlepperei, weiter an mein erstes Ziel gehen. Cronulla Beach.
Mit dem Navi war das wieder sehr schnell gefunden und sogar einen Stau konnte ich gekonnt umfahren.
Man muss sich einfach die ganze Zeit nur denken: links fahren, links fahren, egal was ist immer links. Und immer mal wieder schauen das man auch ganz rechts außen am Rand fährt, denn ich bin die ersten paar Kilometer mittig zwischen zwei Spuren gefahren, da man in Deutschland ja immer links am Rand fährt 😃
Des Weiteren ist es ziemlich komisch, wenn man auf einer drei oder vierspurigen Straße von zwei riesen Lastern überholt wird, aber sonst war alles ziemlich in Ordnung.
Nach insgesamt 25 überstandenen Kilometern, bin ich dann am Strand in Cronulla angekommen.




Hier kann man kostenlos auf einem Parkplatz stehen, kann von 7am - 9 pm Duschen, Toiletten und öffentliches Barbecue direkt am Strand nutzen. Wenn man schlau ist und die Toiletten Tür mit irgendwas blockiert und nur anlehnt, kann man diese auch die komplette Nacht nutzen 😉


So entschied ich mich erst einmal alles im Van zu sortieren und Ruhe einkehren zu lassen. Genug Stress für den Tag.
Später habe ich mir dann endlich mal was leckeres am Barbecue gekocht.

Abends habe ich dann mit den anderen vier Backpackern, die schon seit einer Woche hier im Van Leben, ein wenig am Tisch gesessen und wir haben uns über die schon vielen Erlebnisse hier ausgetauscht.
Das Coole ist, dass hier wirklich jeder gelassen und kontaktfreudig ist. Man hilft sich immer und überall gegenseitig.
Da macht es kein großes Problem, wenn man wie ich jetzt noch alleine unterwegs ist.
Hier im Park direkt neben dem Van, gibt es sehr viele schöne und außergewöhnliche Vögel. Morgens wird man von deren Gesang geweckt und Abends kommen kleine, neugierige Opossums an und schauen ob man etwas zu Essen für sie übrig hat.



Die erste Nacht auf meinen eigenen vier Wänden war richtig gut. Es wurde endlich mal etwas kühler, niemand stört einen und von außen kann so einfach auch keiner hinein schauen. Das Bett ist auch groß genug und würde sogar für drei Leute reichen. Zur Not habe ich sogar noch ein Zelt dabei 😃



Jetzt ist erstmal nichts tun angesagt, ich habe den Strand direkt vor der Tür und erstmal minimale Ausgaben. Strom gibt es hier am Barbecue Platz auch umsonst. So kann man locker ein paar Tage hier aushalten. Eine Wäscherei ist fünf Minuten zu Fuß entfernt.
Heute Abend werde ich erstmal etwas richtig schönes Grillen 😍

Mein Plan ist, Ende der Woche Richtung Brisbane aufzubrechen. Auf dem Weg gibt es auch noch viel zu sehen, wie z.B. Die Goldcoast oder Byron Bay. Man muss nur einen geeigneten Stellplatz für den Van finden.

Bis bald :)

Sonntag, 1. März 2015

Alles nimmt Gestalt an

Nachdem wir am Freitag bei unserer Joggingrunde schon den Soundcheck vom Mardi Gras Festival hier in Sydney gesehen haben, entschieden wir uns am Samstagabend dem Festival einfach mal einen Besuch abzustatten.
Die vorerst unbekannte Sängerin, entpuppte sich später nach einer kurzen Recherche im Hostel als die kanadische Sängerin „Kiezsa“, also gar nicht mal so unbekannt wenn man in Deutschland hin und wieder Radio gehört hat.


Begonnen hat der Abend im örtlichen Bottle Shop, so nennen sich die überteuerten Läden in denen man hier in Australien Alkohol kaufen kann. Da keiner Lust auf Goon hatte, kauften wir uns eine Kiste Bier mit 24 Flaschen für 30$. Im Vergleich zu dem anderen Bier im Shop ziemlich billig und so hat es dann auch geschmeckt, dass gute deutsche „Überbräu“. Zudem darf man hier keinen Alkohol offen auf der Straße zeigen, wofür wir extra noch jeder eine wunderschöne, braune Tüte bekommen haben.


Dann konnte es endlich los zum Mac Quires Point, mit einem wunderschönen Ausblick auf das Opera House und die Harbour Bridge gehen. Wir gingen ein Stück am Zaun des Festivals entlang, bis wir einen schönen Platz oben auf einem Hügel fanden. Von hier aus konnte man die Bühne besser sehen, als alle anderen Besucher, welche nicht so wie wir 140$ Eintritt bezahlt haben :D So sind sie, die spar fuchsigen Backpacker.


Um 23 Uhr war das Festival von jetzt auf gleich zu Ende und alle gingen nach Hause. Wir haben noch ein paar schöne Fotos der Skyline gemacht und dann war der Tag auch zu Ende.

                     Den Müll haben wir natürlich vorschriftsmäßig im nächsten Mülleimer entsorgt!

                                  Die Sonnenuntergänge sind hier jeden Abend aufs neue richtig schön.



Heute habe ich mich dann erst einmal wieder auf die Suche nach einem geeigneten Van begeben und ich wurde sogar fündig!
Ein Toyota Townace mit rieeesen Aufbau und allem drum und dran ist es geworden. Den Wagen hatte ich mir Anfang der Woche schon einmal angeschaut und jetzt hat es dann auch funktioniert.
Es folgten noch gefühlte 4 Stunden lang Papierkram ausfüllen und dann sollte jetzt aber auch alles in Ordnung sein. Ich bin also von Mercedes auf einen Toyota Van umgestiegen :D Er trägt übrigens den Namen „Igor“! Bilder folgen in den nächsten Tagen.

Damit geht mein Plan für die nächsten Tage auf. Morgen (Montag), ist mein letzter Tag im Hostel und am Dienstag muss ich auschecken. Bis dahin kann der Wagen noch bei den Vorbesitzern stehen bleiben. Die Schlüssel habe ich natürlich schon, ist echt ein aufregendes Gefühl.
Dann werde ich Mittags mit all meinen Sachen mit dem Zug zum Van fahren und „einziehen“. Ich habe mir schon einen schönen Platz am Meer heraus gesucht, an dem man kostenlos stehen kann. Toiletten, Duschen und ein Barbecue Platz ist auch vorhanden. Wenn das alles so funktioniert, melde ich mich ab Dienstag von da aus wieder J

Als der riesen Stress mit dem Auto heute abgeschlossen war, habe ich mich noch mit Freunden in der Stadt getroffen. Das schöne ist, dass es hier so viele Möglichkeiten gibt irgendwelche Leute zu treffen. Oft steht man einfach nur im Supermarkt oder setzt sich irgendwo auf eine Bank und zack spricht einen wieder irgendjemand an. Oft auf Deutsch, da es hier irgendwie nur so von Deutschen wimmelt, aber hin und wieder auch von Australiern oder anderen Touristen selber.

Abends ist dann auch endlich das erwartete Gewitter los gedonnert und es hat echt ausgesehen als würde Sydney für einen Moment in einer Sintflut untergehen, da kamen riesen Wassermassen und Hagel runter. Aber genau so schnell war es dann auch wieder vorbei und die Luft ist endlich von 38 Grad auf angenehme 23 Grad abgekühlt. Um die Zeit des eingesperrt sein während des Gewitters zu nutzen, haben wir erst einmal etwas Schönes gekocht.
In den meisten Hostels gibt es neben einer Küche auch immer einen "Free shelf", hier sind Lebensmittel drin, welche andere Reisende nicht mehr gebrauchen konnten, also wie eine Restekiste. Trotzdem kann man hier oft noch einige gute Sachen finden und damit sein Essen aufwerten.

                Feinster Reis mit Tomatensauce und einer Scheibe Schmelzkäse, gekocht von den                              Sterneköchen schlechthin

Morgen werde ich noch ein paar letzte Erledigungen tätigen und Abends hoffen wir auf gutes Wetter um die besagte Schaukel, von der man einen super Ausblick auf Sydney hat, besuchen zu können.

Am Dienstag kann das Abenteuer dann richtig beginnen J

Freitag, 27. Februar 2015

Aller Anfang ist schwer

Normalerweise sagt man ja immer das aller Anfang schwer wäre, aber bis jetzt hat hier alles genau so wie erträumt funktioniert.

In meinem Vierbett-Zimmer im Hostel wohnen mittlerweile drei neue Leute, welche aber genau so wie ich auch eine Woche hier bleiben. Das bedeutet, dass man sich etwas besser kennen lernen und auch mal etwas miteinander unternehmen wird. Wir sind jetzt zwei Österreicher, eine Französin und ich als deutscher. Da hat man sich immer etwas lustiges zu erzählen.


Nach meiner erschöpften Ankunft und einer sehr erholsamen Nacht, ging es mir am nächsten Tag schon weitaus besser.
Dazu beigetragen hat einerseits bestimmt das schöne, warme Wetter und andererseits auch mal wieder etwas leckeres, westliches zu Essen.
Einen Jetlag hatte ich hier so gut wie gar nicht, da China Australien nur drei Stunden hinterher hinkt. Gut gestärkt und top fit konnte ich also direkt mal anfangen mich auf den Weg zum Taxation Office zu machen. Hier warten sehr nette Australier auf einen und helfen einem dann, eine Taxfile number, welcher man zum Arbeiten braucht,er zu beantragen.
Danach ging es dann auch noch direkt zur Westpac Bank, ein australisches Bankkonto eröffnen. Hier habe ich es dann sogar geschafft, mein erstes Gespräch mit einem englisch sprachigen Banker zu führen. Für den zweiten Tag gar nicht so schlecht. Aber wer weiß was er mir da letztendlich angedreht hat :D

                                                   Das Geld sieht hier ziemlich lustig aus

Jetzt muss ich erst einmal so lange warten, bis die Bankkarte und der Brief mit der Tax File Number im Hostel ankommen. Danach kann es dann aber endlich los, ins große und weite Australien gehen.


Am nächsten Tag stand dann neben Sightseeing auch die Suche nach dem ein oder anderen Backpacker Auto an. Hier habe ich auf Gumtree, vergleichbar mit Ebay Kleinanzeigen, ein paar coole Wagen heraus gesucht und die Besitzer kontaktiert. Kurzerhand waren direkt auch schon zwei Besichtigungstermine ausgemacht.
Die Wagen an sich sind atemberaubend, ausgefallen und ziemlich lustig umgebaut. Hinten gibt es oft ein großes Bett und genügend Stauraum für Gepäck. Dazu kommen dann noch Spielereien wie eine kleine Küche oder sogar eine on-board Dusche.
Mal sehen für welches Auto ich mich letztendlich entscheide.



                          Irgendetwas an den Teilen macht echt süchtig, die sind richtig gut!

Abends habe ich mich dann direkt nochmal mit ein paar Leuten getroffen, welche ich bei der Autobesichtigung kennen gelernt habe. So schnell kann es wieder gehen und schwups saßen wir auf deren Balkon mitten in der Stadt und tranken Goon (billiger Weißwein, da Backpacker arme Säcke sind). Bier kostet hier im Bottle Shop pro 24 Flaschen ungefähr 40$ L.
Nachdem wir genug von diesem gewöhnungsbedürftigen Zeug getrunken hatten, wollte wir uns auf in einen Club machen, in dem es Donnerstags immer freien Eintritt gibt. Aber mit der Idee waren wir nicht die einzigen und so gab es vor dem Club eine riesen Schlange und nach 1:30 Uhr wurden wir, wie das hier überall in Australien so ist, nicht mehr herein gelassen.
Dann entschieden wir uns auch schon wieder nach Hause zu gehen, da die Partys hier relativ früh zu Ende gehen und dann auch tote Hose auf der Straße ist.


Am nächsten Tag gab es endlich mal wieder puren Sonnenschein, bei 28 Grad. Perfekt um an den Bondi Beach zu fahren. Kurz paar Nachrichten hin- und her geschickt und zack haben wir uns wieder alle im Zug getroffen. Zum Bondi Beach geht man über einen kleinen Berg und von dort hat man dann direkt schon mal eine super Aussicht!


Der Strand an sich ist echt super und kann gar nicht mehr mit Spanien oder sonstigem verglichen werden. Die Sonne brennt richtig stark und die Wellen und die Strömung sind einfach nur riesig.
Das Wasser war Glas klar und so überlaufen, wie man sich das vielleicht vorgestellt hätte, war es gar nicht. Hier habe ich dann direkt auch meine GoPro mitgenommen und ein paar echt coole Bilder und Videos gemacht.


Abends bin ich dann noch mit den Leuten aus meinem Zimmer eine Runde Joggen gegangen. Das Wetter war herrlich abgekühlt und der Himmel wolkenlos. Wir liefen durch den Hyde Park und machten ein paar Übungen mit einem super Ausblick auf die Skyline im Hintergrund. Danach ging es am Yachthafen entlang Richtung Macquires Point, von wo aus man wiederum  einen super Blick auf die Harbour Bridge und das Opera House hat. Auf dem Weg haben wir noch einen Soundcheck vom bevorstehenden Mardi Gras Festival, mit irgendeiner bekannten Sängerin gesehen.
Hier habe ich dann auch meine erste rieeeesen Spinne in einem Spinnennetz am Baum gesehen. Echt beängstigend. Am liebsten will man da direkt weg laufen, aber sie hat uns zum Glück in Ruhe gelassen, ist ja auch nur ein Tier. Auf dem Weg zurück zum Hostel, haben wir dann noch ein kleines, süßes Opossum an einem Baum gesehen und viele Flughunde und weiße Papageien. Wie ein kleiner Zoo Besuch so ein Lauf durch den Park. Leider hatten wir keine Kamera dabei..
Da macht es direkt viel mehr Spaß und morgen werde ich das sicherlich wiederholen J
Jetzt wird noch etwas im echt heißen Zimmer rumgelegen und dann versucht zu schlafen.


Gute Nacht!