Freitag, 10. April 2015

Whitsunday Islands

Am Dienstag sind wir nach drei Tagen und ca. 1000 Kilometern endlich in Airlie Beach angekommen.
Auf dem Weg haben wir noch Luise in Hervey Bay abgeholt. Sie wird die Strecke bis nach Cairns mit uns bestreiten.
Der Weg von Noosa nach Airlie Beach war ziemlich anstrengend und echt langweilig. Es ging Stunden lang nur gerade aus und weit und breit gab es nichts, außer diese eine Straße.
Alle 200 Km kam dann mal ein größeres Städtchen und dann wieder nur Bäume und Felder.


Dafür wurde man teilweise auch mit echt schöner Landschaft und wundervollen Sonnenuntergängen belohnt.



Auf dem Weg waren wir noch in Agnes Water und der Stadt 1770, welche ihren Namen durch die Jahreszahl erhielt, in dem James Cook damals diesen Teil Australiens entdeckte.
Ist schon aufregend auf den Spuren der Entdecker zu sein.
Airlie Beach an sich ist ein schönes, kleines Städtchen. Erinnert ein wenig an Byron Bay.
Unser Auto haben wir für 7$ die Nacht im xBase Hostel abgestellt und am nächsten Morgen ging es los zum Hafen, wo wir dann zu unserem Katamaran gefahren wurden.


Wir waren ca. 120 Leute, auf zwei Booten aufgeteilt.
Unser erstes Ziel war South Molle Island, wo unser Resort, ein Inselkomplex mit Hostel Zimmern lag.
Hier konnten wir den Tag im großen Pool ausklingen lassen.
Auf den Zimmern gab es sogar Klimaanlagen, was hier schon als Luxus gilt.


Am nächsten Tag stand eine Schnorchel Tour an, bei der wir alle "Stinger Suits" gegen die gefährlichen Quallen tragen mussten.
Oberhalb von Noosa darf man nicht mehr wirklich ohne Schutz ins Meer. 
Neben den Quallen lauern hier auch Vereinzelt Haie und sogar Salzwasser Krokodile im Wasser.
Wir haben uns natürlich die pinken Anzüge gegriffen und sahen aus wie Teletubbies :D




Danach ging es weiter zum berühmten Whitehaven Beach, der fast weißeste Strand der Welt.
Das war einer der schönsten Orte die ich jemals gesehen habe und hier würde man gerne für immer bleiben.
Der Sand sieht in den Händen fast so aus wie weiße Glasstücke und das Wasser ist genau so klar.





Der Hubschrauber war leider nicht uns, sondern von einer wohl reichen Frau die mit ihrem Sohn und eigenem Chauffeur auf die Insel geflogen wurden.



Als wir zurück zu unserem Katamaran fahren wollten, ist unser kleines Beiboot kaputt gegangen und wir durften noch eine weitere Stunde am Strand bleiben :)

Am letzten Tag stand noch ein kleiner Bushwalk über unsere Insel an und wir durften noch ein paar Fische am Steg füttern.
Danach ging es auch schon (endlich) zurück.
Drei Tage Schiff fahren haben mir definitiv gereicht. Es wackelt teilweise doch schon sehr und nach 3 Stunden Fahrt wird es dann doch anstrengend.
So kamen wir gegen Mittag wieder in Airlie Beach an, endlich wieder festes Land unter den Füßen.
Der Trip hat sich auf jeden Fall wieder gelohnt und solche Inseln und Strände findet man nur selten auf der Welt.





Da man hier trotz rund 30 Grad nicht ins Meer gehen darf, gibt es hier eine öffentliche Lagune an der wir unseren Tag ausklingen ließen.
Bei mir schwankt immer noch alles.

Morgen geht es dann 300 Km weiter die Küste hoch bis nach Townsville, wo wir Magnetic Island besuchen wollen.
Für nächsten Mittwoch haben wir unsere letzte Tour, den höchsten Fallschirmsprung Australiens, in Mission Beach gebucht.
Dort landet man nach 14000 Fuß freiem Fall direkt am Strand.

Samstag, 4. April 2015

Noosa Everglades Kanu Tour

Die letzten drei Tage haben wir in Noosa verbracht. Hier haben wir den Karfreitag, welcher hier genau so wie bei uns ein Feiertag ist, am Strand mit ca. 5 Meter hohen Wellen verbracht.
Wenn man nach einer Stunde wieder aus dem Wasser kommt, fühlt man sich wie ein gestrandeter :D


Am Samstag stand dann unsere Kanu Tour in den Everglades an.
Wir starteten mit sieben Kanus als "self guided"-Gruppe und hatten im Vorhinein den Weg von unserem Guide erklärt bekommen.
Hier gibt es keine Krokodile oder ähnliches und man konnte jeder Zeit einfach aus dem Boot in den Fluss springen.


Auf unserem Weg kamen wir durch einen riesen See, bevor es weiter in einen relativ kleinen Fluss ging.
Nach ungefähr sechs Kilometern war das Ziel erreicht und wir hatten zwei Stunden Pause.
Hier gab es unser Highlight der Tour: ein Seil, befestigt an einem Baum der über den Fluss hinaus ragte.





Nach zwei Stunden unzähligem Schwingen, mussten wir uns dann aber auch schon wieder auf den Rückweg machen um nicht zu spät zu kommen.
Alles in allem war die Tour richtig cool und wir konnten super Fotos und Videos machen.

Am Abend stand dann der erste große Abschied an :(
Imke reist nun vorerst mit einer Freundin weiter auf Fraser Island und die Whitsundays.
Ich werde mich während dessen mit den anderen beiden Kumpels, im Eilgang, auf den Weg nach Airlie Beach machen.
Hier müssen wir schon am Dienstag ankommen und haben knapp 1000 Km vor uns.
Von dort aus, geht es dann am Mittwoch für drei Tage mit dem Katamaran auf die Whitsunday Islands.

Mittwoch, 1. April 2015

Fraser Island

Am Freitag kamen wir in Hervey Bay an um unsere erste Tour anzutreten.
Von Freitag auf Samstag hatten wir eine Nacht im Hostel inklusive, aber bei gefühlten 50 Grad im 12 Bett Zimmer sind wir schnell wieder vor die Tür in den Van geflüchtet.

Der große Luxus ist, dass wir jetzt unbegrenzte Benutzung von Toiletten, Duschen und einer Küche haben.

Am Samstag Morgen ging es dann um 6 Uhr mit einem kurzen Film über Fraser Island und die dort herrschenden Gefahren los. Es hat sich ein wenig angefühlt wie in der Schule, alle sitzen nur da weil sie müssen und keiner passt auf.

Um 8 Uhr hieß es dann Sachen packen und ab in die Autos.


Wir hatten vier Allrad Wagen, in die jeweils 6 - 8 Leute passten. 
Ziemlich eng mit dem ganzen Gepäck dabei.
Wir sind im Auto von unserem Guide mitgefahren, was sich im Laufe der Tür als beste Entscheidung heraus stellte,da er uns an jeder Ecke coole Sachen zeigen und erklären konnte. Außerdem hatte er die beste Musik Anlage im Auto und ist am schnellsten gefahren.


Wenn man auch mal selber fahren wollte, musste man einfach mit jemandem aus den anderen Autos tauschen.
Zuerst ging es an die Fähre, mit welcher wir ca. 45 Minuten rüber gefahren sind.


Fraser Island ist die größte Sandinsel Australiens und hier gibt es wirklich überall nur Sand, Wasser und Regenwald. 
Schon komisch das dort riesige Bäume wachsen können.


Auf der Insel angekommen ging es auch schon direkt holprig los. Wir fuhren über Stock und Stein, quer durch den Wald zu einem See, an dem wir uns erst einmal in Ruhe entspannen durften und etwas gegessen haben.



Ins Meer darf man hier auf dieser Insel nicht, da es überall Haie, giftige Quallen und sogar Salzwasser Krokodile gibt.
Dafür bietet die Insel sehr viele schöne Seen.


Später sind wir noch in den Regenwald gefahren um dort ein paar glas klare Süßwasser Flüsse zu erkunden.

Abends ging es dann ins Camp, welches aus Zelten, ein paar Barbecue Grills, einem großen Küchenzelt und einer Toilette bestand.
Wir mussten unser eigenes Essen mitbringen. Bei uns gab es drei Tage lang Unmengen an Toast, Thunfisch, Bratwürstchen, Reis mit Curry und Käse.

Am nächsten Tag ging es früh morgens los zu einem weiteren See, in dem es Fische gab welche sich von der Hornhaut an den Füßen ernähren :D




Den Rest des Tages sind wir wieder durch Regenwald und riesige Sanddünen gewandert.
Nachmittags waren wir am Lazy River, einem Glas klaren Fluss in dem man sich reinlegen kann und dann bis ans Meer getrieben wird.

Abends stand dann immer Barbecue und gemeinsames trinken an. Hier haben wir ziemlich viele lustige Leute kennen gelernt. Viele waren deutsche, aber wir hatten auch Amerikaner, Kanadier, Schweden und ein paar Engländer mit im Camp.


Nachts gab es sehr viele wilde Dingos in und um unserem Camp. Diese waren zum Glück nicht aggressiv, aber klauten alles was sie zu essen finden konnten.
Teilweise lag morgens Meter weit der Müll zerstreut weil alles von ihnen durchsucht wurde.

Da man auf Fraser Island nicht ins Meer darf, wird der rund 100 Km lange Strand als Highway genutzt. Hier darf man mit bis zu 80 Km/h durch den Sand brettern.
Das macht richtig Spaß, obwohl ich die hügeligen Inlandsstrecken am coolsten und abenteuerlichsten fande.



Am letzten Tag sind wir dann zum berühmten Lake McKenzie gefahren.
Ein riesiger See mit richtig weißem Sand.
Man kann noch in 3 Metern Tiefe locker bis auf den strahlenden Boden gucken.




Dann war unsere Tour aber auch leider schon wieder zu Ende und wir machten uns auf den Weg zurück zum Hostel, wo wir zum Abschluss noch eine Nacht schlafen dürfen. Abends wurde natürlich wieder getrunken.

In den nächsten Tagen geht es nochmal ein Stück zurück die Küste herunter. Da wir am Samstag unsere Kanu Tour in den Everglades in Noosa antreten.

Zum Schluss Folgen hier nochmal ganz viele wunderschöne Bilder unserer Tour: