Dienstag, 22. Dezember 2015

Weihnachten in Australien

In Deutschland ist man gewohnt, dass es an Weihnachten kalt ist, wenn man Glück hat schneit es sogar und an Heilig Abend sitzt man mit seiner Familie zu Hause und isst etwas richtig gutes, bevor es dann Geschenke gibt. Die Zeit, ab dem ersten Advent bis Heilig Abend wird in Weihnachtsstimmung verbracht, in dem man das Haus und alles andere auch, schmückt.

In Australien ist die Weihnachtszeit die Sommerzeit. Es wird richtig schön warm und die Leute gehen alle an den Strand.
Wenn man dann in den Supermarkt geht, findet man überall Weihnachtsschokolade, Plum Pudding (Pflaumenpudding), Fruit Mince Pies (Früchtetörtchen) und ganz viel deutsches Zeug, wie Kinder Schokolade, Pfeffernüsse und Lebkuchen. Daneben steht dann das ganze Barbecue Sortiment, damit man Weihnachten auch schön am Strand verbringen kann.
In den Shopping Centren gibt es jetzt überall die neuen Sommerkollektionen inkl. Weihnachtskleidung, wie Mützen, passenden Socken und Pullover. In den Geschäften würden wir sogar von einem verkleideten Weihnachtsmann, mit seiner Elfe, begrüßt, Schon ziemlich unpassend, aber die Leute wollen doch gerne ein paar typische Sachen haben. Weihnachtsbadehosen gibt es aber zur Abwechslung auch zu kaufen.
Draußen steigen die Temperaturen teilweise auf bis über 40 Grad, letzte Woche in Adelaide hatten wir 47 Grad, der neue Rekord im australischen Dezember seit den Aufzeichnungen.
Überall entstehen Buschfeuer. Wenn man die Straßen entlang fährt, sieht man an vielen Ecken die typischen Weihnachtsverzierungen, wie man sie aus Europa kennt. Schneeflocken, Mützen und Weihnachtsmänner hängen an Laternen und Ampeln, die Leute schmücken ihre Einfahrt mit Lichterketten und die Farmer stellen Heuballen in Rentier-Form auf und das alles im Sommer.
Manche Australier stellen sich sogar einen Weihnachtsbaum auf, aber das ist glaube ich eher selten. Der einzige Unterschied ist, dass es die Geschenke hier am nächsten Morgen, also am 25. Dezember gibt.

Hier wurde wohl selbst dem Weihnachtsmann zu warm und er ist eine Runde im Meer schwimmen gegangen :D


Weihnachten ist hier genau so ein Feiertag wie in Europa auch und wir werden Heilig Abend mal komplett anders, also am Strand verbringen. Ich glaube die Mehrheit der Australier verbringt diesen Tag mit der Familie zu Hause oder aber auch am Strand beim Barbecue. Truthähne werden überall im Supermarkt angeboten.
Nur so richtiges Weihnachtsfeeling kommt hier nicht auf, obwohl die Australier sich alle Mühe geben. Im Radio laufen sogar stetig Weihnachtslieder, eins passend abgeändert: "Summertime, Christmas time..".

Letzte Woche gab es sogar eine Weihnachtsfeier von unserer Abalonen Farm, zur Vorspeise gab es natürlich auch schön zubereitete Abalonen.

Die waren echt lecker, aber für das viele Geld würde ich sie mir nicht selber kaufen.



Mittlerweile sind wir endlich mit der Arbeit fertig und so schnell wie wir konnten von der Insel runter. Wir wollen wieder etwas erleben und machen uns jetzt mit unserem verdienten Geld auf zu dem Grampians National Park, danach zur Great Ocean Road, bis wir zu Silvester in Melbourne ankommen werden.

Montag, 7. Dezember 2015

Routine in einem kleinen Paradies

Wir arbeiten nun schon seit vier Wochen auf Kangaroo Island und mittlerweile ist pure Routine eingetreten. Das ist der schlechte Teil daran, wenn man für längere Zeit an einem Ort bleibt.
Wir stehen morgens auf, fahren zur Arbeit, kommen Nachmittags wieder, essen etwas und legen uns ins Bett.
Am Wochenende versuchen wir so viel wie es geht zu entdecken und die Freizeit zu nutzen.
Wir sind echt froh, wenn wir in zwei Wochen endlich weiter fahren können.
Die Arbeit ist echt ziemlich eintönig geworden, aber es gibt gutes Geld und unser lang ersehntes 2nd year Visa.

Wahrscheinlich sind wir auch etwas verwöhnt, von den ganzen Highlights, die wir in letzter Zeit gesehen haben.


Am Wochenende wurde es dann endlich noch einmal schön warm und sonnig und so haben wir einen tollen Strandtag bei 32 Grad gehabt. Damit ein wenig Weihnachtsstimmung aufkommt, haben wir einen Sandmann mit Zipfelmütze gebaut.







Abends, als es etwas kühler wurde, sind wir noch eine Runde Sandboarden, in der little Sahara, gegangen. Hier gibt es ziemlich hohe Sanddünen und es fühlt sich richtig heiß und trocken an.





In Deutschland wären wir Snowboarden gegangen und hätten einen Schneemann gebaut und hier wird Sand als Ersatz genommen :D Es fühlt sich echt ein wenig so an, als würde man richtig Snowboarden, aber der Sand ist nicht ganz so rutschig und lenken geht nicht so richtig gut.


Uns gefällt es hier ganz gut im Haus direkt am Meer zu leben, aber wir sind doch eher die Entdecker und müssen mit unserem Van irgendwelche Abenteuer erleben. Darauf freue ich mich schon wieder sehr!




Sonntag, 15. November 2015

Kangaroo Island

Seit letzter Woche sind wir jetzt nun auf Kangaroo Island, südlich von Adelaide.
Auf die Insel fährt man mit einer großen Fähre und da wir hier ganze sechs Wochen bleiben werden, haben wir auch unseren Van mitgenommen.
Das war recht teuer, lohnt sich aber, da die Insel einen Durchmesser von über 100 Km hat.


Wir arbeiten hier auf einer Abalonen Farm.
Abalonen, in Deutschland Seeohren genannt, sind Meeresschnecken und vor allem in Asien eine Delikatesse.




Die Abalonen von Kangaroo Island gelten als sehr exklusiv und werden pro Kilogramm für mindestens 40$ verkauft.
Sie wachsen hier in riesigen Becken in Schattenhäusern und werden nach 3,5 Jahren Schock-gefrostet, in Tüten verpackt und in die ganze Welt verschifft.

Unser Job dabei ist eigentlich relativ langweilig und nervtötend. Wir arbeiten im "Processing-Team" und räumen die gefrorenen Abalonen den ganzen Tag in Tüten oder Kisten ein oder beschriften die Verpackungen in Massenanfertigung.
Dafür gibt es aber das 2nd year Visum und ein echt gutes Gehalt von 21,61$ pro Stunde, bei 38 Stunden die Woche.

Die Erfahrung, einmal auf einer solch exotischen Farm gearbeitet zu haben macht vieles wieder gut, dennoch ist die Arbeit trotzdem nicht wirklich anspruchsvoll. Ein typischer Backpacker-Job halt. Aber es gibt in Sachen Farmwork echt noch viel schlimmeres und da sind wir mit unserer Arbeit echt gut weg gekommen.
Wir werden die sechs Wochen, von denen eine mittlerweile schon rum ist, durch ziehen und uns danach mit dem gut verdienten Geld und unserem 2nd year Visum weiter auf den Weg machen.
Wer sich noch mehr über unsere Farm informieren möchte, kann dies auf www.ausab.com.au machen, es ist echt interessant! Vor allem weil ich bis zu unserem ersten Tag noch nicht einmal wusste was eine Abalone überhaupt ist :D

Wir wohnen hier echt komfortabel bei einer Mitarbeiterin im Gästezimmer in ihrer Wohnung. Wir haben ein eigenes, großes Bett und werden jeden Tag von ihr mit auf die Arbeit genommen. Das alles bekommen wir für einen echt günstigen Preis von ihr.


Dafür dürfen wir auch hin und wieder mal ihren Hund gassi führen, was sehr viel Spaß macht.
Der Ort in dem wir wohnen, ist die größte Gemeinschaft hier auf der Insel, Kingscote.



Die ersten zwei Monate unserer Farmarbeit hatten wir ja in Cape Tribulation verbracht und das war echt komplett anders. Hier gibt es einen richtigen Supermarkt, ganze 4500 Einwohner und eine große Insel, welche man Entdecken kann. Dafür leider keinen Regenwald und totale Abgeschiedenheit mehr. Das hat alles seine Vor- und Nachteile.

Am Wochenende haben wir uns dann auch direkt mal auf den Weg gemacht und die Insel, welche aber auch echt schön ist und nicht umsonst eines der Top Touristenziele im Süden ist, erkundet.


Es gibt überall Tiere und viele davon haben wir auf unserer bisherigen Reise noch nie in freier Wildbahn gesehen.

Ein blaugefiederter Kookaburra, Australiens national-Vogel und immer an seinem lachenden Schrei erkennbar.


Ein Echidna, welches uns am Straßenrand begegnet ist.


Australische Pelikane, die sich vorne am Steg ausruhen.


Seelöwen gibt es dort auch zu bestaunen.



Überall begegnen einem Kängurus, daher auch der Name der Insel.


Koalas haben wir auch gesehen, leider nicht in freier Wildbahn, dafür aber im Wildlife Park auf der Insel mit denen wir endlich mal ein langersehntes Foto auf dem Arm machen konnten.








Und das erlebt man hier alles an einem einzigen Wochenende, so lässt sich die Zeit sicherlich gut herum bekommen.









 Schöne Strände und versteckte Buchten.



Admirals Arch, hier haben sich früher schiffsbrüchige an Land gerettet.


Das Schild haben wir hier am öffentlichen Pool an der Promenade gefunden.


Morgen beginnt schon die zweite Woche und die Zeit wird bestimmt schneller als man sich jetzt noch vorstellt herum gehen.