Donnerstag, 14. Januar 2016

Zurück in Sydney

Vor drei Tagen sind wir nach Ca. 10 monatiger Reise endlich wieder in Sydney angekommen, dort wo damals alles begonnen hat.
Am Tag davor waren wir im Royal National Park, welcher direkt unter Sydney liegt.
Hier gibt es den bekannten Figure 8 Pool,  ein Becken im Stein, welches über viele Jahre aus zwei runden Löchern zu einer 8 zusammen gewachsen ist.


Wir wollten eigentlich schon einen Tag vorher dorthin, aber da wurde die ganze Gegen gesperrt, da dort 150 Leute von einer riesigen Welle weggespült wurden.
Der Pool liegt echt nah und ungünstig an der Wasserkante und immer wieder schwappen riesige Wellen hinüber und Schleudern einen im Pool herum.
Wir hatten bei unserem Besuch Glück und es ist nichts großartiges passiert.
So konnten wir in Ruhe ganz viele tolle Bilder machen.




Der Weg zum Pool ist nicht ganz leicht, man muss durch einen Wald bis hinunter zum Strand laufen, von dort über einen Boardwalk gehen, bis hin zu einem der schmalen Weg durchs Gebüsch. Ab da geht es nur noch eine steile Felsklippe runter, bis man unter auf einer Steinplattform direkt an der Wasserkante landet und dort den Pool findet. Dieser ist natürlich nur bei Ebbe sichtbar. Bei Flut möchte man lieber nicht dort unten sein.




Danach ging es sofort nach Cronulla, an den Park an dem ich meine erste Nacht im Van begonnen habe und von wo die Reise gestartet ist.


Hier war alles noch so wie damals und so verbrachten wir hier eine Nacht mit den süßen Possums im Park.
Es ist schon leicht unglaublich, dass mich der Treue Igor einmal um Australien gefahren hat. 30000 Km und das ohne ein Problem. Kein kaputter Reifen, nur in bisschen Öl und ziemlich viel Benzin und Gas hat es gebraucht.
Die Possums waren immer noch genau so lustig wie damals und waren sehr froh darüber, dass wir sie gefüttert haben.




Nur weil wir jetzt in Sydney sind, wollen wir aber noch lange nicht in der Stadt rum hängen. Melbourne hat erst einmal gereicht.
So sind wir am nächsten Tag sofort in den nächsten National Park, den Kuringai National Park, gefahren.
Hier gibt es einige Aboriginie Relikte zu sehen. Diese sind über 1000 Jahre alt und wurden in den Stein geritzt.


Man kann es vielleicht leicht erkennen, aber das soll einen Menschen da stellen.

Danach ging es an einen Wasserfall in dem man Baden konnte.




Es gab sogar eine Swingrope, aber die war leider zu gefährlich, da ein dicker Stein direkt in der Flugbahn im Wasser lag..

Am nächsten Tag ging es wieder nach Sydney rein und wir könnten es nicht lassen einmal über die Harbour Bridge zu fahren. Die ist nämlich auf dem Weg Richtung Norden umsonst. Nur auf dem Weg direkt in die Stadtmitte muss man bezahlen. Erstmal mussten wir uns durch den zähen Verkehr in der Innenstadt kämpfen, aber danach hatte sich jeder Meter gelohnt und wir konnten mit unserem klapprigen Van über die Welt bekannte Brücke mit atemberaubender Aussicht, am Opera House vorbei, fahren.




Abends sind wir dann zur berühmten Schaukel gefahren. Von hier aus kann man ein Foto von sich machen, wie man über der Skyline fliegt.
Das hatte ich sogar damals in meiner ersten Woche mal gemacht, aber alle schönen Sachen kann man ruhig zwei mal machen, wobei der Sonnenuntergang von dort oben unbezahlbar ist.





Heute wurden es dann nochmal stolze 40 Grad, die wir nutzen wollten und den Tag am weltbekannten Bondi Beach verbracht haben.
Der Weg dorthin war mühsam, denn wie in Melbourne muss man auch hier fürs Parken bezahlen und so sind wir Ca 1 Km mit Surfbrett bepackt an den Strand gelaufen. Dieser war für einen Strand in Stadtnähe wunderschön aber auch genau so gut besucht.




Danach hat es angefangen heftig zu donnern und alle Leute haben sich vor dem Gewitter in Sicherheit gebracht, so auch wir.
Die nächsten Tage wird es leider wieder kühler und wir werden uns die Zeit im alt bewehrten Westfield Center tot schlagen :D.
So viel Zeit ist auch nicht mehr, bis es nächsten Dienstag für drei Wochen nach Shanghai geht.
Imke wird die Zeit mit dem Van auf einer Pferdefarm, nicht all zu weit von Sydney verbringen. Ich werde mich in der Zeit durch die Kälte schlagen, denn in Shanghai ist es leider Winter. Danach kann es dann aber weiter in neue Abenteuer gehen.

Montag, 11. Januar 2016

Die letzten Kilometer zurück nach Sydney

Mittlerweile trennen uns echt nur noch wenige Kilometer von der Umrundung Australiens. Sydney ist nur noch 50 Kilometer entfernt und man kann es schon fast sehen :D
Das Wetter spielt jetzt auch wieder mit und so ging es nach dem kleinen Ausflug nach Canberra weiter an der Küste entlang, bis nach Jervis Bay.
Hier liegt Hyams Beach, der Strand der angeblich den weißesten Sand der Welt haben soll. Das behaupten hier viele Strände von sich und ich dachte bis jetzt immer, dass es der Whitehaven Beach wäre, welchen wir am Anfang meiner Reise, an der Ostküste besucht haben.
Welcher es von denen jetzt auch immer ist, wir sind natürlich zum Hyams Beaxh gefahren, um es selbst beurteilen zu können.


Am Strand angekommen, kann man seine Augen kaum öffnen und wird vom Sand nur so geblendet.
Es ist definitiv strahlend weißer Sand, was am hohen Quartz Anteil liegt.
Hier haben wir wirklich mal wieder ein kleines Paradies gefunden und es klingt mehr als plausibel, dass es sich hier um den weißesten Sand der Welt handelt.


Verblüffend ist, dass alle weißen Strände, welche wir jetzt in Australien entdeckt haben, keineswegs neben einander liegen. Sie sind sondern quer durch Australien verteilt. Es ist der Whitehaven Beach im Norden der Ostküste, dann der Cable Beach im Norden der Westküste, vor allem die Strände um Esperance ganz im Süd-Westen und nun auch der Hyams Beach im Süd-Osten.
So verbrachten wir nach dem langen schlechten Wetter, endlich wieder einen kompletten Strand-Tag in der puren Sonne.



In den anderen Tagen haben wir in Kiama einen Rockpool besucht, hier schlugen die Wellen weit über den Pool und wühlten das gesamte Wasser auf.



Neben an gab es ein großes Blowhole, aus dem, wenn die Wellen unten hinein schlagen, Meter hoch das Wasser spritzt.


Natürlich wollten wir die Tage nicht nur am Strand verbringen und so haben wir uns auch noch zwei Wasserfälle, ein Stück im Landesinneren, angeschaut.



Natürlich gab es dort ein "Nicht betreten" Schild, was wieder niemanden interessiert hat.




Danach ging es aber schnell wieder an den Strand, da das Wetter sich nun von seiner besten Seite zeigt und uns jeden Tag bei 30 Grad anstrahlt.


Ich habe es mittlerweile sogar geschafft, auf dem Surfbrett zu stehen! Nicht all zu lange, aber immerhin ein wenig. Tendenz steigend!

Die Küste zwischen Melbourne und Sydney ist echt wunderschön und es reiht sich ein kleines Strand Dorf an das nächste, wobei es, im Gegensatz zur Westküste, leider wieder sehr touristisch und überlaufen wird. Hier wollen schließlich nicht nur wir Urlaub machen.



Nun sind wir im Royal National Park angekommen, welcher direkt an Sydney grenzt. Hier werden wir ab morgen die Strände erkunden, bevor es dann die letzten Kilometer zurück dorthin geht, wo alles angefangen hat.

Sonntag, 10. Januar 2016

Canberra

Nach unserer Abfahrt aus Melbourne hatte es erstmal fünf Tage lang nur geregnet und das wirklich pausenlos. Im Van ist man dann regelrecht gefangen, da man noch nicht einmal die Tür öffnen kann, ohne das es heftig rein regnet.
Also verbrachten wir viele langweilige Stunden in Supermärkten und Shopping Centren.
Den größten Teil der Strecke nach Sydney mussten wir so durch fahren und entschieden uns dann für einen Abstecher nach Canberra, um wenigstens noch etwas zu sehen zu bekommen.
Dort hatte sich das Wetter wieder ein wenig gelockert und wir machten uns auf, um die Stadt zu entdecken.


Canberra wurde vor Ca. 150 Jahren aus dem nichts errichtet. Man wollte eine Hauptstadt bauen, da sich niemand zwischen Sydney und Melbourne entscheiden konnte. Darum liegt Canberra genau in der Mitte zwischen den beiden.
Man kann richtig erkennen, dass hier einfach nur eine Hauptstadt, ohne weitere Ansprüche, gebaut wurde.
Überall ist genügend Platz, kein Gebäude ist eng gebaut, alles ist nagelneu und sauber. Es herrscht kein Stress in der Stadt und alles wirkt so herausgeputzt und neu. Es gibt sehr viele Bürogebäude, Firmensitze und Denkmäler.
Würde die Stadt am Meer liegen, wäre es echt mein absoluter Favorit in Australien. Es ist nicht überfüllt, alles hat genug Platz und niemand ist gestresst, da nicht viel los ist.
Aber leider liegt Canberra mitten im nirgendwo, umgeben von Wald und dem höchsten Bergen Australiens.
Wir haben uns das Parlamentsgebäude angeschaut, um mal zu sehen, wo die Entscheidungen in Australien getroffen werden.
 



Danach stand ein riesiges Denkmal an, welches zu Ehren der gefallenen Soldaten im ersten und zweiten Weltkrieg gebaut wurde. Dafür ist hier mitten in der Stadt genügend Platz.




Im großen und ganzen hat mir Canberra echt gefallen, die meisten Leute sagen, dass es einfach nur eine überflüssige Stadt wäre. Das stimmt schon, da diese einfach nur ins nichts gesetzt wurde und existiert, da sie die Hauptstadt ist.

Samstag, 2. Januar 2016

Wilsons Promontory National Park

Nach unserer außergewöhnlichen Zeit in Melbourne ging es endlich weiter mit unserem Abenteuer und so sind wir in den Wilsons Promontory National Park gefahren.
Leider war das Wetter nicht mehr ganz so sonnig, aber schön war es dort trotzdem.


Es war echt viel los, da viele Australier über Neujahr wohl dorthin gefahren sind, aber die Strände konnte man trotzdem in Ruhe angucken.


Für einen Strandtag war es leider zu kühl, aber für eine Wandertour auf einen Berg genau richtig. Ungewöhnlicher Weise mussten wir dort mit einem Shuttle Bus hinfahren, da auf den anderen Parkplätzen alles mit Touristen überfüllt war.
Eine gute Aussicht hatten wir aber trotzdem und der Nebel und die tief hängenden Wolken haben mal ein anderes Licht auf die Umgebung geworfen, als immer nur strahlender Sonnenschein.







Am Abend haben wir zudem noch unserer erstes Wombat in freier Wildbahn gefunden. Es war so sehr mit Essen beschäftigt, dass wir es sogar streicheln konnten.


Melbourne

Die letzte Woche haben wir nun im riesigen Melbourne verbracht.


Für mich war bisher Sydney die schönste Stadt Australiens und man hört immer wieder vom Kampf zwischen Melbourne und Sydney um die schönste Stadt des Kontinents.
Daher hatte ich ziemlich hohe Erwartungen an Melbourne.
Es war auch schließlich nach der langer Zeit, die erste riesige Stadt, in die wir auf unserer Umrundung kamen. Zwischen Brisbane und Melbourne stand soweit nur Perth und dort ist es bei weitem nicht wirklich "busy".

So sind wir direkt bei Ankunft in Melbourne total unter gegangen und haben uns kein bisschen mehr zurecht gefunden.


Unsere erste Idee war es, am Boxing Day (1.Weihnachtstag in Australien), shoppen zu gehen. Denn dann soll es ganz viele Angebote geben.
Wir wussten schon, dass da irgendetwas nicht stimmen kann, wenn die Geschäfte an einem solchen Tag, schon morgens um 7 Uhr öffnen. Aber wir sind natürlich erst mittags hin gefahren und fanden uns in einem Stau, der sich Ca. 3 Km lang bis in das Parkhaus des Einkaufscenters bahnte, wieder.
Wir haben eine halbe Stunde gebraucht, um in das Parkhaus hinein zu kommen, um dann, wie die anderen überschüssigen 2000 Leute, zu merken, dass es keine Chance mehr auf Parkplätze gibt.
Also haben wir noch einmal 2 Stunden gebraucht um aus diesem ultimativen Stau, der sich wie Tetris aufgebaut hatte, wieder heraus zu finden.
Das war unser Shopping Erlebnis, nachdem wir den ersten Weihnachtstag wohl in Zukunft lieber wieder auf der Couch verbringen werden.

Am nächsten Tag dachten wir uns, wir müssen es ohne Auto versuchen und sind von unserem kostenlosen Schlafplatz in den Docklands aus, bis in die Innenstadt gelaufen. 


Das waren ungefähr 3 Km und wir kamen mit den ganzen verschiedenen Ampeln und Sonderregeln, die solche Stadt-Menschen im Fußgänger Verkehr erfinden, auch nicht klar.
Demnach kamen wir sehr genervt und ohne Erfolg von unserer Tour wieder.



Immerhin ein paar schöne Grafittis haben wir in der berühmten Hosier Lane gefunden.




Nach den ersten zwei Tagen waren wir dann trotzdem schon recht enttäuscht von Melbourne und hatten uns nach der langweiligen Zeit auf Kangaroo Island etwas mehr Spaß in einer belebteren Gegend vorgestellt.

Allerdings habe ich so langsam die Sorge, dass wir uns sehr an einsame Strände, verlassene Outback-Highways und idyllische Wanderwege durch Regenwald, gewöhnt haben.

Ich habe einfach nicht mehr verstanden, was die Leute in solch großen Städten hält und das, wobei ich doch vor einem Jahr noch den Wunsch hatte, später mal in eine riesige Stadt wie, München, Köln, Shanghai oder sonst wo, ziehen zu wollen.


Also haben wir es nochmal anders versucht, wir wollten an den Strand fahren und dort einen entspannten Tag verbringen.
Dieser wurde natürlich schon zu Nichte gemacht, bevor er überhaupt angefangen hat. Denn in Melbourne muss man fürs Parken am Strand bezahlen und das satte 5$ pro Stunde..
Also konnten wir diesmal wieder 1 km zum Strand wandern. Wobei man denkt, dass wir es bisher gewohnt sein sollten zu wandern. Aber wir sind insgesamt nirgendwo weiter gelaufen, als bisher in Melbourne.
Vor allem sind die Strände dann so überfüllt, dass man sich vor kommt wie in Mallorca und wirklich schön sieht es dort auch nicht mehr aus.

Immerhin ein paar schöne Bilder am Brighton Beach haben wir hinbekommen.





Nach vier ungewöhnlichen Tagen in Melbourne stand dann Silvester an.
Wir waren die Tage davor mal kurz bei einer Freunde von Imke in der WG und haben dort immerhin echt coole Leute kennen gerlernt, mit denen wir Silvester feiern wollten.


Dazu hatten wir uns Tickets für eine Rooftop Party gekauft.
Von dort aus war das Feuerwerk immerhin zu sehen, aber so riesig, wie man sich das in einer Weltmetropole vorstellen mag, war es dann doch nicht.


Australien ist halt nicht in allem besser als Deutschland, aber es war mal wirklich etwas anderes als, wie immer, dort zu feiern. Alles in allem, war es trotzdem ganz cool.

Immerhin konnte es jetzt im neuen Jahr auch endlich weiter mit der Reise, zurück nach Sydney beginnen.
Wir haben hier wirklich eine sehr starke Veränderung an uns selber mitbekommen, so eine Reise durch die unbesiedelteren Gebiete hinterlässt auf jeden Fall Spuren.

Ich bin mir mittlerweile auch gar nicht mehr sicher, ob ich Sydney wirklich so toll finde. Es waren wohl eher diese tollen Eindrücke, die ich dort in meinen ersten Wochen gesammelt habe. Nur danach kamen noch sehr viele andere Eindrücke auf der Reise in die nächste Großstadt wie Melbourne dazu.

Im Moment wäre mein Städte-Favorit in Australien wohl ganz klar Perth, hier ist es groß genug, aber trotzdem nicht zu sehr stressig und es gibt dort wohl die schönsten Strände, welche man in der Nähe einer Stadt finden kann.