Mittwoch, 1. April 2015

Fraser Island

Am Freitag kamen wir in Hervey Bay an um unsere erste Tour anzutreten.
Von Freitag auf Samstag hatten wir eine Nacht im Hostel inklusive, aber bei gefühlten 50 Grad im 12 Bett Zimmer sind wir schnell wieder vor die Tür in den Van geflüchtet.

Der große Luxus ist, dass wir jetzt unbegrenzte Benutzung von Toiletten, Duschen und einer Küche haben.

Am Samstag Morgen ging es dann um 6 Uhr mit einem kurzen Film über Fraser Island und die dort herrschenden Gefahren los. Es hat sich ein wenig angefühlt wie in der Schule, alle sitzen nur da weil sie müssen und keiner passt auf.

Um 8 Uhr hieß es dann Sachen packen und ab in die Autos.


Wir hatten vier Allrad Wagen, in die jeweils 6 - 8 Leute passten. 
Ziemlich eng mit dem ganzen Gepäck dabei.
Wir sind im Auto von unserem Guide mitgefahren, was sich im Laufe der Tür als beste Entscheidung heraus stellte,da er uns an jeder Ecke coole Sachen zeigen und erklären konnte. Außerdem hatte er die beste Musik Anlage im Auto und ist am schnellsten gefahren.


Wenn man auch mal selber fahren wollte, musste man einfach mit jemandem aus den anderen Autos tauschen.
Zuerst ging es an die Fähre, mit welcher wir ca. 45 Minuten rüber gefahren sind.


Fraser Island ist die größte Sandinsel Australiens und hier gibt es wirklich überall nur Sand, Wasser und Regenwald. 
Schon komisch das dort riesige Bäume wachsen können.


Auf der Insel angekommen ging es auch schon direkt holprig los. Wir fuhren über Stock und Stein, quer durch den Wald zu einem See, an dem wir uns erst einmal in Ruhe entspannen durften und etwas gegessen haben.



Ins Meer darf man hier auf dieser Insel nicht, da es überall Haie, giftige Quallen und sogar Salzwasser Krokodile gibt.
Dafür bietet die Insel sehr viele schöne Seen.


Später sind wir noch in den Regenwald gefahren um dort ein paar glas klare Süßwasser Flüsse zu erkunden.

Abends ging es dann ins Camp, welches aus Zelten, ein paar Barbecue Grills, einem großen Küchenzelt und einer Toilette bestand.
Wir mussten unser eigenes Essen mitbringen. Bei uns gab es drei Tage lang Unmengen an Toast, Thunfisch, Bratwürstchen, Reis mit Curry und Käse.

Am nächsten Tag ging es früh morgens los zu einem weiteren See, in dem es Fische gab welche sich von der Hornhaut an den Füßen ernähren :D




Den Rest des Tages sind wir wieder durch Regenwald und riesige Sanddünen gewandert.
Nachmittags waren wir am Lazy River, einem Glas klaren Fluss in dem man sich reinlegen kann und dann bis ans Meer getrieben wird.

Abends stand dann immer Barbecue und gemeinsames trinken an. Hier haben wir ziemlich viele lustige Leute kennen gelernt. Viele waren deutsche, aber wir hatten auch Amerikaner, Kanadier, Schweden und ein paar Engländer mit im Camp.


Nachts gab es sehr viele wilde Dingos in und um unserem Camp. Diese waren zum Glück nicht aggressiv, aber klauten alles was sie zu essen finden konnten.
Teilweise lag morgens Meter weit der Müll zerstreut weil alles von ihnen durchsucht wurde.

Da man auf Fraser Island nicht ins Meer darf, wird der rund 100 Km lange Strand als Highway genutzt. Hier darf man mit bis zu 80 Km/h durch den Sand brettern.
Das macht richtig Spaß, obwohl ich die hügeligen Inlandsstrecken am coolsten und abenteuerlichsten fande.



Am letzten Tag sind wir dann zum berühmten Lake McKenzie gefahren.
Ein riesiger See mit richtig weißem Sand.
Man kann noch in 3 Metern Tiefe locker bis auf den strahlenden Boden gucken.




Dann war unsere Tour aber auch leider schon wieder zu Ende und wir machten uns auf den Weg zurück zum Hostel, wo wir zum Abschluss noch eine Nacht schlafen dürfen. Abends wurde natürlich wieder getrunken.

In den nächsten Tagen geht es nochmal ein Stück zurück die Küste herunter. Da wir am Samstag unsere Kanu Tour in den Everglades in Noosa antreten.

Zum Schluss Folgen hier nochmal ganz viele wunderschöne Bilder unserer Tour:












Montag, 30. März 2015

Australia Zoo

Mit ist gerade erst aufgefallen, dass mein letzter Post, welcher eigentlich schon letzte Woche online gehen sollte, gar nicht hochgeladen wurde. Hier also jetzt leider etwas verspätet, vollständig hochgeladen:

Heute waren wir im Australia Zoo.
Dieser wurde vom berühmten Steve Irwin gegründet und so gut wie selbst aufgebaut. Da er ja mittlerweile leider gestorben ist, leitet ihn seine Familie weiter. Viele Tiere im Zoo wurden persönlich von ihm gefangen, was jede Geschichte hinter den Tieren interessant macht.


Überall im Zoo findet man Bilder, Skulpturen und vieles mehr von Steve.
Schon cool, wenn man früher als Kind jeden Tag die Serie im Fernsehen geschaut hat :)
Der Zoo an sich war nicht der artenreichste, aber trotzdem riesen groß und richtig schön.
Wir haben eine Krokodilshow gesehen und gaaanz viele andere Tiere. Natürlich auch wieder Kangaroos und Koalas.







Das Wetter hatte super mitgespielt und es war nach drei Regentagen wieder richtig schön heiß.



Heute Abend wurde zum Abschluss wieder mal richtig schön gegrillt und wir haben zwei Freunde, einer davon sogar ehemaliger Arbeitskollege von Rasselstein, getroffen.
Mit den beiden werde ich ab Samstag meine ganzen Touren bestreiten.


Wir verbringen heute die zweite Nacht an der Sunshine Coast, nahe Shelly Beach. Hier ist es wieder richtig schön, es tut gut aus Brisbane wieder raus zu sein.

Morgen werden wir noch die Glass House Mountains erkunden und am Donnerstag geht es weiter die Küste hinauf, da am Samstag schon die Fraser Island Tour ansteht.

Sonntag, 22. März 2015

SkyWalk & Gold Coast

Morgen bin ich schon einen kompletten Monat in Australien und mit China insgesamt zwei Monate unterwegs.
Die Zeit geht echt schnell rum, aber man erlebt so viel wie man sich gar nicht alles merken kann.


Im Tamborine National Park, haben wir einen SkyWalk durch die Dächer des Regenwaldes gemacht.
Hier hatte man eine echt coole Aussicht auf die verschiedenen Pflanzen und auch Tiere.





Danach waren wir noch im Cedar Creek Nationalpark, welcher direkt neben an lag.
Hier hat man sich nach drei Schritten zu Fuß schon direkt wie mitten im Regenwald gefühlt und man könnte sogar in Rockpools am Wasserfall Baden!





Nach unserem Ausflug in den Nationalpark fuhren wir wieder zurück in unser neues zu Hause, dass Surfers Paradise. Hier haben wir letztendlich eine komplette Woche im Van am Strand verbracht. Das Wetter war super und der Strand ebenso!





Die Wellen sind hier gefühlte 5 Meter hoch und reißen einen einfach so mit.
Wie in einer riesen Großen Waschmaschine. Die Strömung ist dazu noch so stark, das man alle fünf Minuten wieder 200 Meter den Strand hoch gehen muss, um nicht verloren zu gehen.
Hier lässt es sich aber richtig gut leben, bis jetzt mein absoluter Favorit in Australien.



Gestern hatten wir dann mal wieder genug von Meer und der prallen Sonne und sind ins Koala Sanctuary in Daisy Hill, nahe Brisbane gefahren.
Hier könnten wir zwei kleine Koalas sehen, welche aber natürlich am schlafen waren. Draußen im Park liefen uns dann ein paar wilde Kängurus über den Weg, welche wir füttern und streicheln konnten. Das hat den Tag von jetzt auf gleich perfekt gemacht.




Jetzt sind wir schon wieder seit drei Tagen in Brisbane und vertreiben uns ein wenig die Zeit.
Die Stadt ist, in meinen Augen, immer noch nicht so wirklich schön und der Verkehr grauenvoll. Außerhalb ist es hier einfach am besten.

Dafür haben wir dann in den letzten Tagen unsere Touren für die Eastcoast gebucht. Ich habe eine drei Tages Tour mit dem Allrad auf Fraser Island, eine drei Tages Tour Whitsunday Island mit dem Kattamaran, eine drei Tages Survival Tour mit dem Kanu In den Everglades in Noosa und den höchsten Skydive in Australien in Rainbow Beach!

Nächste Woche Samstag geht es schon mit Fraser Island los, spektakuläre Bilder werden bestimmt folgen!

Nach den ganzen Touren muss ich mich dann wohl endlich mal ans Geld verdienen begeben.

Montag, 16. März 2015

Erstes Ziel erreicht

Nachdem wir in Brisbane erst einmal ausgeschlafen hatten, wurde uns so langsam auch bewusst, dass wir nun schon sechs Tage unterwegs waren, ca. 1200 Km gefahren sind, so viel erlebt haben, dass man es sich gar nicht alles merken kann und heute unser letzter Tag zusammen war.
So schnell ist die Zeit verflogen, aber es war echt cool.
Wir packten alle Sachen und dann hieß es Abschied nehmen.

Die erste Fahrt wieder ganz alleine im Van war irgendwie komisch, aber es war ja nur eine kurze. Denn in Brisbane wartete ja der eigentliche Grund, warum wir den Weg dorthin bestritten hatten. Elisa trifft hier ihre Mutter und ich einen neuen Weggefährten, die Imke.
Wir haben vor mehrere Monate zusammen zu reisen und zu überstehen.
Das wird sicher ein Riesen Abenteuer!

Imke kam erst vor ein paar Tagen in Australien an und schlief sich noch im Hostel in Brisbane aus.
Der Weg durch die riesen Stadt mit dem Van war dank Navi leicht gefunden und so ging es dann auch sofort los.
Alle Sachen kurz eingeladen und erst einmal raus aus der Stadt und dem Trubel.
Ich habe mir ab hier so gut wie keine großen Pläne gemacht und daher beratschlagten wir uns erst einmal was wir überhaupt vor haben in den nächsten Wochen und wie wir am besten anfangen.
Da wir sowieso noch auf ein paar Briefe mit Formalitäten warten, müssen wir die nächsten Tage noch in der Nähe von Brisbane bleiben.
Wir entschieden uns nochmal zurück nach Surfers Paradise zu fahren, da ich es dort auf der Hinfahrt ziemlich schön fande. Die Stadt wird auch das Las Vegas Australiens genannt.
Am Strand reiht sich ein Hochhaus an das andere, was mich ziemlich an die Skyline von Miami in Florida erinnert.
Eine Stunde später waren wir auch schon da und fanden einen ziemlich guten Schlafplatz, natürlich wieder direkt Meer, für die erste Nacht.



Am nächsten Morgen ging es erst einmal an den Strand, welcher hier richtig schön ist. Kilometer langer, ununterbrochener, weißer Sandstrand. Kein Wunder das der Ort den Namen Surfers Paradise trägt.
Wir waren aber noch ein Stückchen weiter in "Miami", nicht in Florida, sondern in Australien. 
Die Wellen sind riesen groß und die Strömung so stark, dass man keine Chance hat dagegen anzukämpfen.
Sowas kennt man aus dem Spanien Urlaub leider nicht.
Wenn man sich vorstellt hier keinen Boden unter den Füßen zu haben, wäre man dem Meer schutzlos ausgesetzt. Alles fühlt sich an wie in einer großen Waschmaschine :D


Wir verbrachten den kompletten Tag am Strand und lagen in der Sonne. Braun wird man hier auch richtig schnell.




Auf den Toiletten hängen hier in Queensland überall solche Kisten, um Spritzen und spitze Gegenstände zu entsorgen. Noch kann ich nicht so richtig verstehen, ob diese für Drogensüchtige oder Sonstige Leute sein sollen.

Am nächsten Tag wollten wir dann noch einmal ein paar Erledigungen aus dem Weg schaffen. Unser größtes Problem war, dass zwei Tage zuvor der Griff von der Heckklappe abgebrochen war.
Von innen ist, dank unserer riesigen Küche, alles komplett zu gebaut und man kommt von innen nicht an den Kofferraum ran.
Also fuhren wir zu ein paar Mechanikern, welche uns alle nur mit den Worten "Oh my god", "craaaaazy" und "well done" begrüßten, als sie unseren Van mit der Dusche vorne drauf und die Ausstattung da drin sahen :D
Schließlich kamen wir in einer Werkstatt an, indem der Meister sich den Kofferraum kurz anschaute, aber selber keine große Lösung wusste.
Wir schauten uns mal einen Kofferraum von einem anderen Auto an, bis uns auffiel das man vielleicht das komplette Schloss einfach abschrauben und so den Kofferraum öffnen könnte.
Daraufhin lief er in die Werkstatt, griff ein paar Werkzeuge, drückte mir diese in die Hand und sagte "du schaffst das schon"!
So hatte ich endlich mal wieder was zum Schrauben und die Ausbildung hat sich mal wieder gelohnt :D

 
Nach gefühlten 10 Stunden, ratlosem rumgerühre und gefummel, sprang der Kofferraum letztendlich auf und wir konnten den Hebel heraus bauen.
Jetzt geht der Kofferraum erst einmal nur noch mit dem Schraubenzieher auf. Richtig Backpackerhaftig.
Unglaublich wie nett die Australier sind.
Der Werkstattmeister freute sich genau so sehr wie wir, zeigte uns sogar noch wo die Toiletten sind um uns die Hände zu waschen und gab uns oben drauf noch die Adresse von einem Schrotthändler um einen neuen Griff zu besorgen. Geld wollte er überhaupt keins sehen und so machten wir uns auf den Weg zum nächsten Supermarkt um endlich mal wieder etwas richtiges einkaufen und kochen zu können.
Da hat man schon eine riesen Küche im Auto, aber kann sie nicht benutzen.
In den letzten Tagen gab es daher nur Brot vom Supermarkt mit Schmelzkäse und eine Tüte Chips.
Das Essen im Kofferraum mussten wir leider alles wegwerfen, da es nach 2 Tagen purer Sonneneinstrahlung auch dementsprechend gerochen hat.

Gegen Abend haben wir uns dann auf  den Weg ins Landesinnere gemacht.
Hier soll es Regenwälder und schöne Flüsse und Wasserfälle geben.
Strand und Meer haben wir ja jetzt erst einmal wieder genug gesehen.
Nach rund 30 Minuten Fahrt kamen wir auch schon in einen riesigen Urwald mit ganz vielen Palmen und wunderschönen Pflanzen.
Hier wollten wir unsere Nacht verbringen und fanden einen schönen Platz direkt neben einem Barbecue Platz an einem Dorf am Waldrand.
Zur Feier des Tages haben wir richtig schön gegrillt und gekocht, mit allem drum und dran. Wir haben es uns schließlich verdient.


Heute soll es dann eine kleine Wanderung durch den Regenwald geben. Vielleicht ist ja sogar ein Bad unter einem Wasserfall oder in ein paar Rockpools drin.
Wir sind jetzt im Mount Tamborine National Park, 80 Kilomter im Landesinneren. Mal schauen, wie lange der Handy Empfang noch da ist.
Hier hört es sich an wie im Zoo, ein Vogel will hier lauter als der andere sein und überall raschelt und knackt es.