Sonntag, 10. Januar 2016

Canberra

Nach unserer Abfahrt aus Melbourne hatte es erstmal fünf Tage lang nur geregnet und das wirklich pausenlos. Im Van ist man dann regelrecht gefangen, da man noch nicht einmal die Tür öffnen kann, ohne das es heftig rein regnet.
Also verbrachten wir viele langweilige Stunden in Supermärkten und Shopping Centren.
Den größten Teil der Strecke nach Sydney mussten wir so durch fahren und entschieden uns dann für einen Abstecher nach Canberra, um wenigstens noch etwas zu sehen zu bekommen.
Dort hatte sich das Wetter wieder ein wenig gelockert und wir machten uns auf, um die Stadt zu entdecken.


Canberra wurde vor Ca. 150 Jahren aus dem nichts errichtet. Man wollte eine Hauptstadt bauen, da sich niemand zwischen Sydney und Melbourne entscheiden konnte. Darum liegt Canberra genau in der Mitte zwischen den beiden.
Man kann richtig erkennen, dass hier einfach nur eine Hauptstadt, ohne weitere Ansprüche, gebaut wurde.
Überall ist genügend Platz, kein Gebäude ist eng gebaut, alles ist nagelneu und sauber. Es herrscht kein Stress in der Stadt und alles wirkt so herausgeputzt und neu. Es gibt sehr viele Bürogebäude, Firmensitze und Denkmäler.
Würde die Stadt am Meer liegen, wäre es echt mein absoluter Favorit in Australien. Es ist nicht überfüllt, alles hat genug Platz und niemand ist gestresst, da nicht viel los ist.
Aber leider liegt Canberra mitten im nirgendwo, umgeben von Wald und dem höchsten Bergen Australiens.
Wir haben uns das Parlamentsgebäude angeschaut, um mal zu sehen, wo die Entscheidungen in Australien getroffen werden.
 



Danach stand ein riesiges Denkmal an, welches zu Ehren der gefallenen Soldaten im ersten und zweiten Weltkrieg gebaut wurde. Dafür ist hier mitten in der Stadt genügend Platz.




Im großen und ganzen hat mir Canberra echt gefallen, die meisten Leute sagen, dass es einfach nur eine überflüssige Stadt wäre. Das stimmt schon, da diese einfach nur ins nichts gesetzt wurde und existiert, da sie die Hauptstadt ist.

Samstag, 2. Januar 2016

Wilsons Promontory National Park

Nach unserer außergewöhnlichen Zeit in Melbourne ging es endlich weiter mit unserem Abenteuer und so sind wir in den Wilsons Promontory National Park gefahren.
Leider war das Wetter nicht mehr ganz so sonnig, aber schön war es dort trotzdem.


Es war echt viel los, da viele Australier über Neujahr wohl dorthin gefahren sind, aber die Strände konnte man trotzdem in Ruhe angucken.


Für einen Strandtag war es leider zu kühl, aber für eine Wandertour auf einen Berg genau richtig. Ungewöhnlicher Weise mussten wir dort mit einem Shuttle Bus hinfahren, da auf den anderen Parkplätzen alles mit Touristen überfüllt war.
Eine gute Aussicht hatten wir aber trotzdem und der Nebel und die tief hängenden Wolken haben mal ein anderes Licht auf die Umgebung geworfen, als immer nur strahlender Sonnenschein.







Am Abend haben wir zudem noch unserer erstes Wombat in freier Wildbahn gefunden. Es war so sehr mit Essen beschäftigt, dass wir es sogar streicheln konnten.


Melbourne

Die letzte Woche haben wir nun im riesigen Melbourne verbracht.


Für mich war bisher Sydney die schönste Stadt Australiens und man hört immer wieder vom Kampf zwischen Melbourne und Sydney um die schönste Stadt des Kontinents.
Daher hatte ich ziemlich hohe Erwartungen an Melbourne.
Es war auch schließlich nach der langer Zeit, die erste riesige Stadt, in die wir auf unserer Umrundung kamen. Zwischen Brisbane und Melbourne stand soweit nur Perth und dort ist es bei weitem nicht wirklich "busy".

So sind wir direkt bei Ankunft in Melbourne total unter gegangen und haben uns kein bisschen mehr zurecht gefunden.


Unsere erste Idee war es, am Boxing Day (1.Weihnachtstag in Australien), shoppen zu gehen. Denn dann soll es ganz viele Angebote geben.
Wir wussten schon, dass da irgendetwas nicht stimmen kann, wenn die Geschäfte an einem solchen Tag, schon morgens um 7 Uhr öffnen. Aber wir sind natürlich erst mittags hin gefahren und fanden uns in einem Stau, der sich Ca. 3 Km lang bis in das Parkhaus des Einkaufscenters bahnte, wieder.
Wir haben eine halbe Stunde gebraucht, um in das Parkhaus hinein zu kommen, um dann, wie die anderen überschüssigen 2000 Leute, zu merken, dass es keine Chance mehr auf Parkplätze gibt.
Also haben wir noch einmal 2 Stunden gebraucht um aus diesem ultimativen Stau, der sich wie Tetris aufgebaut hatte, wieder heraus zu finden.
Das war unser Shopping Erlebnis, nachdem wir den ersten Weihnachtstag wohl in Zukunft lieber wieder auf der Couch verbringen werden.

Am nächsten Tag dachten wir uns, wir müssen es ohne Auto versuchen und sind von unserem kostenlosen Schlafplatz in den Docklands aus, bis in die Innenstadt gelaufen. 


Das waren ungefähr 3 Km und wir kamen mit den ganzen verschiedenen Ampeln und Sonderregeln, die solche Stadt-Menschen im Fußgänger Verkehr erfinden, auch nicht klar.
Demnach kamen wir sehr genervt und ohne Erfolg von unserer Tour wieder.



Immerhin ein paar schöne Grafittis haben wir in der berühmten Hosier Lane gefunden.




Nach den ersten zwei Tagen waren wir dann trotzdem schon recht enttäuscht von Melbourne und hatten uns nach der langweiligen Zeit auf Kangaroo Island etwas mehr Spaß in einer belebteren Gegend vorgestellt.

Allerdings habe ich so langsam die Sorge, dass wir uns sehr an einsame Strände, verlassene Outback-Highways und idyllische Wanderwege durch Regenwald, gewöhnt haben.

Ich habe einfach nicht mehr verstanden, was die Leute in solch großen Städten hält und das, wobei ich doch vor einem Jahr noch den Wunsch hatte, später mal in eine riesige Stadt wie, München, Köln, Shanghai oder sonst wo, ziehen zu wollen.


Also haben wir es nochmal anders versucht, wir wollten an den Strand fahren und dort einen entspannten Tag verbringen.
Dieser wurde natürlich schon zu Nichte gemacht, bevor er überhaupt angefangen hat. Denn in Melbourne muss man fürs Parken am Strand bezahlen und das satte 5$ pro Stunde..
Also konnten wir diesmal wieder 1 km zum Strand wandern. Wobei man denkt, dass wir es bisher gewohnt sein sollten zu wandern. Aber wir sind insgesamt nirgendwo weiter gelaufen, als bisher in Melbourne.
Vor allem sind die Strände dann so überfüllt, dass man sich vor kommt wie in Mallorca und wirklich schön sieht es dort auch nicht mehr aus.

Immerhin ein paar schöne Bilder am Brighton Beach haben wir hinbekommen.





Nach vier ungewöhnlichen Tagen in Melbourne stand dann Silvester an.
Wir waren die Tage davor mal kurz bei einer Freunde von Imke in der WG und haben dort immerhin echt coole Leute kennen gerlernt, mit denen wir Silvester feiern wollten.


Dazu hatten wir uns Tickets für eine Rooftop Party gekauft.
Von dort aus war das Feuerwerk immerhin zu sehen, aber so riesig, wie man sich das in einer Weltmetropole vorstellen mag, war es dann doch nicht.


Australien ist halt nicht in allem besser als Deutschland, aber es war mal wirklich etwas anderes als, wie immer, dort zu feiern. Alles in allem, war es trotzdem ganz cool.

Immerhin konnte es jetzt im neuen Jahr auch endlich weiter mit der Reise, zurück nach Sydney beginnen.
Wir haben hier wirklich eine sehr starke Veränderung an uns selber mitbekommen, so eine Reise durch die unbesiedelteren Gebiete hinterlässt auf jeden Fall Spuren.

Ich bin mir mittlerweile auch gar nicht mehr sicher, ob ich Sydney wirklich so toll finde. Es waren wohl eher diese tollen Eindrücke, die ich dort in meinen ersten Wochen gesammelt habe. Nur danach kamen noch sehr viele andere Eindrücke auf der Reise in die nächste Großstadt wie Melbourne dazu.

Im Moment wäre mein Städte-Favorit in Australien wohl ganz klar Perth, hier ist es groß genug, aber trotzdem nicht zu sehr stressig und es gibt dort wohl die schönsten Strände, welche man in der Nähe einer Stadt finden kann.

Samstag, 26. Dezember 2015

Feurige Great Ocean Road

Nach unserem Ausflug in den Grampians National Park sind wir auf dem Weg nach Melbourne über die Great Ocean Road gefahren. Diese führt direkt am Meer vorbei und bietet Ca. Alle 10 Km ein großes Highlight.


Zuerst kamen wir an einem Park vorbei, in dem es viele wilde Tiere zu sehen gibt.
Diese sind die Menschen dort gewohnt und sie stört es nicht wenn man in ihrer Nähe ist.
Wir haben Emus gesehen und sogar süße Koalas in den Bäumen.




Dies war nur der Anfang unserer Tour und so ging es Kilometer für Kilometer an wunderschönen Orten vorbei.










Das Highlight der Great Ocean Road sind die 12 Apostel, welche aus insgesamt 12 Steinblöcken im Meer bestehen.


Die Straße war bis hier hin schon echt von Touristen belagert, aber hier war es wirklich der Höhepunkt. Von überall kommen riesige Tourbusse und Leute in Mietwagen auf den Parkplatz gefahren. Alles ist überfüllt und übersäht mit Touristen, vor allem Asiaten.
Es werden sogar Helikopter Flüge an der Küste entlang angeboten und alle 5 Minuten hebt ein neuer Helikopter ab.



So muss man für ein Foto, ohne fremde Menschen mit darauf zu haben, ein wenig warten. Sonst sieht es eher so aus:


Wir sind noch bis zum Sonnenuntergang geblieben und die Ausblicke haben sich echt gelohnt.





Am Tag danach haben wir einen Abstecher ins Landes innere gemacht, denn dort gibt es Regenwald ähnlichen Wald, welcher aus sehr vielen Farnen, Palmen und Bäumen besteht.


Hier sind wir durch den Regenwald zu einem Wasserfall gewandert.






Heilig Abend haben wir schön am Strand verbracht und Abends gab es ein Barbecue im Sonnenuntergang.
Geschenke gab es leider noch keine, aber hier ist ja sowieso alles etwas anders und wir sind nur zu zweit unterwegs.




Abends wollten wir uns einen Schlafplatz in einem Waldstück suchen, dort war aber leider die Straße gesperrt.
Kurze Zeit später kamen uns drei Feuerwehr Autos entgegen gerast, hielten an und haben uns gesagt, dass es im Wald ein Buschfeuer gäbe und wir lieber einen Ort weiter fahren sollen um sicher zu schlafen.

Am nächsten Tag waren es wieder Warme 37 Grad, die Woche davor sogar schon mal 47 und das Feuer wurde wohl immer größer. So dass nach und nach mehrere Orte evakuiert werden mussten.

Am Morgen waren wir noch kleine Papageien füttern und Koalas anschauen.
Nachmittags mussten alle Leute aus dem Ort fliehen.




Wir haben den Tag in Sicherheit am Strand verbracht und konnten von dort aus sehen, wie das Feuer immer größer wurde.




Abends wurde dann auch der nächste Ort evakuiert und die komplette Great Ocean Road für Touristen gesperrt. Es sollte genug Platz für die Anwohner zum Flüchten sein und wir haben uns auch schnell auf in die nächst größere Stadt gemacht.
Zum Glück sind wir früh genug weiter gefahren und konnten ohne großen Stau ankommen. So konnten wir die Great Ocean Road ohne Probleme beenden.

Mittlerweile ist das Feuer immer noch außer Kontrolle und schon 60 Häuser sind verbrannt. Für die betroffenen Anwohner wird Weihnachten wohl eher schlecht ausgefallen sein.
Verletzt wurde soweit zum Glück noch niemand, aber es wird noch eine ganze Weile dauern, bis sich dort etwas bessert.
Wir sind mittlerweile in Melbourne angekommen und werden hier bis Silvester die Stadt erkunden.
Danach geht es dann weiter nach Sydney.