Freitag, 22. Mai 2015

Zwischenstand

Wir sind immer noch in Cape Tribulation und es läuft immer noch richtig gut.
Imke hatte ihren Job auf der Pferdefarm kurzfristig leider doch nicht bekommen, aber innerhalb zwei Tagen einen anderen, als Putzfrau auf einem Camping Platz neben an, gefunden.
Sie arbeitet jetzt vier Stunden täglich auf dem Camping Platz und nochmal zwei Stunden Abends hier im Beach House für Accomodation. So haben wir hier unser eigenes Zimmer im Staff House und kostenlose Verpflegung.
Die Preise sind hier ziemlich übertrieben. Im Supermarkt im Ort kostet sogar eine Packung Toast schon 5$.
Darum sind wir letzte Woche auch mal wieder eine Stunde zurück nach Mosmann zum nächstgelegenen Woolworth gefahren um ein paar Sachen einzukaufen.




Ich bin jetzt schon fast einen ganzen Monat hier am arbeiten, was so gut wie Halbzeit ist.
Am liebsten würden die Leute mich hier nie wieder gehen lassen.
Ich wurde schon gefragt wie viele Monate ich denn gerne bleiben würde und wie viel Geld ich dafür haben möchte, aber all zulange geht es einfach nicht, da wir weiter nach Darwin müssen.
Ich arbeite einfach fast so wie in Deutschland und sowas kennen Australier anscheinend kaum. Für mich ist es einfach Alltag und die anderen sind immer wieder begeistert, schon komisch.
So werde ich hoffentlich dann bald wieder einfach einen Job finden wenn wir mal weiter Reisen.
Vom Arbeitsalltag her hat sich nicht mehr viel geändert.
Am liebsten würde ich hier das halbe Resort neu verdrahten und alle Lampen erneuern, aber so viel Zeit und Geld haben wir dann doch nicht :D
Das Feuer mache ich immer noch fast jeden Abend und heute haben wir sogar einen Fußweg neu betoniert.
Hier lernt man jeden Tag etwas Neues, dass ist ziemlich cool aber oft auch anstrengend.







Das Wetter war in letzter Zeit ziemlich regnerisch, aber trotzdem sind es hier noch 23 - 30 Grad jeden Tag. In anderen Teilen Australiens fängt es teilweise bald an zu schneien.


Nach der Arbeit Unternehmen wir oft noch alle zusammen irgendetwas.
So waren wir vor ein paar Tagen am Blue Hole, einem blauen Wasserloch.




Sonst gibt es hier noch das Cape, dem Cape Tribulation seinen Namen zu verdanken hat und den Mount Sorrow, den wir bald mal erklimmen wollen.


Letzten Donnerstag waren wir dann noch bei Freunden hier aus dem Beach House zu Hause und später in der Bar im Ort. Es gab Meatloaf (Hackfleisch mit Bacon ummantelt), eine riesen Menge Sushi, Falafel, Maultaschen und Käse Cracker. Das alles in einem riesen Haus oben auf dem Berg mit Blick aufs Meer.





Riesen Spinnen sind hier schon fast wie Haustiere, da sie immer in ihrem Netz bleiben und nicht angreifen.
Schlangen habe ich auch schon ein paar gesehen, aber zum Glück nur aus sicherer Nähe.
Riesen Echsen gehören auch schon zur Tagesordnung, da man sie immer von und aus den Mülleimern vertreiben muss :D




Mittlerweile habe ich mir hier auch schon eine Hantelbank zusammen gebaut. Da es nicht genug Gewichte gibt, habe ich einfach zwei Ölfässer an die Enden geklemmt :D


Samstag, 2. Mai 2015

Leben im Paradies - Cape Tribulation

Letzte Woche Samstag haben wir uns, nach einer Woche, von Cairns aus nach Cape Tribulation begeben.

Hier hatte Imke einen Horse Riding Trip für den nächsten Morgen gebucht.
Das Abenteuer konnte also endlich wieder weiter gehen wie früher.


Gerade aus Cairns heraus gefahren kam man direkt an wunderschönen Stränden und Regenwald vorbei. Da mussten wir natürlich alle 10 Minuten anhalten, aber für die Aussicht hatte es sich gelohnt.
Nach einem kleinen Zwischenstopp in Port Douglas ging es dann weiter an die Fähre, welche einen ca. 25 Meter über einen Fluss fährt und den Weg quer durch den Regenwald frei gibt.


Ab hier ging es nur noch Berg auf und Berg ab, vorbei an Traumstränden, Regenwald und Aussichtspunkten.
Nach ca. 150 Km kamen wir in Cape Tribulation an. Der erste Eindruck war nicht so überwältigend, da das Dörfchen hier nur aus ein paar Camping Plätzen, einem überteuerten Supermarkt und ein paar Restaurants besteht.
Der Strand war dafür wunderschön und mal wieder einer der schönsten die man je gesehen hat.
Auf dem Weg hing ein Schild auf dem Stand: Cape Tribulation - da wo der Regenwald aufs Meer trifft.. und genau so sieht es hier auch aus.


Am nächsten Morgen ging Imke dann auf ihren Ausritt und ich habe in der Zeit mal den Van aufgeräumt und ein wenig sauber gemacht, damit für die Weiterfahrt alles in Ordnung ist.

Aber das hier sollte erstmal unser letzter Trip sein, denn Imke kam wieder und sagte dass sie einen Traum-Job auf der Pferdefarm bekommen hat. Nicht nur für ein paar Tage, sondern für ca. 2 Monate!

Also haben wir versucht mir auch noch auf gut Glück einen Job zu besorgen.
Bewerbungen oder Lebensläufe hatten wir jetzt auch nicht ausgedruckt und Handy Empfang gab es auch schon seit 100 Km nicht mehr..

Die Auswahl war nicht groß und die meisten Campingplätze bieten nur Arbeit gegen kostenlose Unterkunft an.
Auf Dauer müssen wir aber Geld verdienen, um weiter nach Darwin Reisen zu können.

Und siehe da, ganz hinten im Ort geht es ein paar hundert Meter über eine Schotter Piste zu einem Beach Resort und die haben wirklich noch jemanden für Instandhaltungsarbeiten gebraucht.
Einen Elektriker könnten Sie gut gebrauchen und da ich keine australische Lizens habe, darf ich hier eigentlich gar nicht arbeiten.
Juckt aber keinen, da man hier komplett auf sich alleine gestellt ist im Regendwald.
Polizei gibt es nicht, ein Krankenhaus ist 100 Km entfernt und eine Feuerwehr gibt es nur in der Trockenzeit.
Lediglich eine ehemalige Krankenschwester gibt es hier 20 Km entfernt, welche einem vielleicht helfen könnte. Zum Glück bin ich versichert und passe immer auf.
Erst einmal wurde ich nur ein paar Tage auf Probe eingestellt, aber da es die Woche über echt gut lief, darf ich so lange hier bleiben wie ich nur möchte.


Über das Gehalt wird nochmal diskutiert, aber es wird schon in Ordnung sein.
Unterkunft ist erstmal umsonst und Essen vom Restaurant ebenso.
Die Arbeitszeiten sind 6 Tage die Woche von 7:30 Uhr - 15 Uhr, je nachdem was noch so anfällt oder kaputt geht auch mal länger.

Leben und Arbeiten im Paradies!


Da hat sich die Ausbildung mal wieder gelohnt gehabt, da ich hier alles ziemlich gut hinbekomme und alle begeistert sind.
Fast wie in Deutschland, nur etwas mehr abgelegen und mitten im Wald.
Morgens muss ich als erstes die Wasserpumpe anstellen gehen, da wir sonst kein Wasser im Resort haben.
Danach wird alles sauber gemacht, vom Strand, über den Pool, durch den Restaurant Bereicht bis oben auf den Parkplatz und zur Einfahrt.
Da lernt man auch ziemlich viel dabei.
In dieser ersten Woche habe ich jetzt schon mit der Axt Holz gehakt, einen Pool von Algen befreit, einen Anhänger mit neuer Beleuchtung ausgestattet, Müll 20 Km mit dem Anhänger zur Müllhalde gebracht, Kurzschlüsse in Beleuchtungsanlagen gesucht, Unkraut gemäht, Gehwege mit dem Laubgebläse gereinigt, Fensterrahmen repariert und vieles mehr.
Abends mache ich immer für die Gäste ein großes Feuer am Strand, an dem wir dann meistens noch ein paar Stunden sitzen und die Sterne und das Rauschen des Meeres genießen.
Von A nach B komme ich hier mit dem kleinen Allrad Pick Up vom Resort, welcher aussieht wie in einem echten Cowboy Film.

Falls irgendetwas kaputt geht, darf ich es mit allem was man hier so finden kann reparieren. Egal wie und Hauptsache es funktioniert wieder.
Das coolste ist, wenn man morgens, kurz nachdem die Sonne aufgegangen ist, als aller erster an den Strand kommt und seine Arbeit beginnen darf.
Aufräumen ist nicht so besonders schwer und man hat einen der schönsten Arbeitsplätze der Welt. Mitten in Dschungelpflanzen irgendwelche Lampen reparieren oder beim kehren von komischen kleinen Hühnchen umgeben sein ist schon cool. Alles in allem ein typischer Hausmeister Job. Eine Schlange oder ein Krokodil habe ich noch nicht gesehen, aber Handgroße Spinnen gibt es hier überall. Ins Meer darf man natürlich mal wieder wegen den Quallen und Krokodilen nicht, aber es gibt hier in der Nähe ein paar super coole Swimmingholes am Fluss, natürlich mit Swing Rope!


Imke hat diese Woche auch noch hier gegen Unterkunft gearbeitet, da ihr Job erst nächste Woche richtig anfängt.
Dann wohnt sie ca. 3 Km entfernt auf der Pferdefarm und ich weiter hier im Resort.
Ist schon nicht einfach ohne Empfang hier. Wifi kann man sich bei mir im Reataurant nur gegen Gebühr kaufen und das nicht gerade billig. Darum muss man hier oft einfach Absprachen treffen oder aufeinander warten.
Hier im Resort arbeiten noch ca. 10 andere Backpacker, darunter Belgier, Schotten, Neuseeländer, Engländer und natürlich Australier. Ich bin ausnahmsweise mal der einzige Deutsche und das tut auch mal gut.


Ich denke mal, dass wir hier jetzt ca. 2 Monate bleiben werden und Geld ansparen. So schnell können sich Pläne ändern, normalerweise wären wir schon längst auf dem Weg nach Darwin gewesen. Aber so passt das alles viel besser, da wir dann im Winter dort ankommen werden.

Cool wäre nur gewesen, wenn wir uns vorher mal mit allen nötigen wie neuen Klamotten und wichtigen Sachen eingedeckt hätten. Hier gibt es nämlich nur diesen kleinen Supermarkt und um in die Stadt zu kommen muss man wieder ca. 100 Km zurück fahren und 24$ für die Fähre bezahlen.

Na immerhin bekommen wir hier drei richtig gute Mahlzeiten am Tag. Jetzt esse ich jeden Tag Steak, Seafood oder richtig gutes Chicken Wrap umsonst :D

Das sollte wohl erst einmal reichen, Bilder kann ich nicht so viele hoch laden, da das Internet echt begrenzt und richtig teuer ist.
Mal sehen wann der nächste Beitrag kommen wird und wann es weitere Neuigkeiten gibt.

Falls sich jemand mal selbst ein Bild im Internet machen möchte, kann er nach "Cape Tribulation YHA Beach House" suchen.
Viele Bilder werden folgen, so bald ich mal kostenloses Wifi oder ähnliches haben sollte.

Dienstag, 21. April 2015

Endstation Cairns

Letzte Woche Donnerstag sind wir endlich, nach knapp 1,5 Monaten Roadtrip in Cairns angekommen.


Hier sieht man mal wie weit man eigentlich schon über diesen Riesen Kontinent gefahren ist.
Aus den 2600 Km sind bei uns knapp 4500 km geworden, da wir hier und da immer mal wieder Ausflüge und Umwege gemacht haben.
Morgen werde ich schon zwei ganze Monate in Australien sein. Ziemlich cool wenn man überlegt, was man in diesem Zeitraum alles erlebt hat.

Auf unserem Weg nach Cairns haben wir Luise bei ihrer Freundin abgesetzt und dürften noch eine Nacht kostenlos im Garten deren Hotels campen.
Ein richtig komisches Gefühl wenn man auf einmal wieder in einem Haus mit richtiger Küche, Kühlschrank, Klimaanlage usw hat. Sogar Fernsehen haben wir nach drei Monaten nochmal geschaut :D

In Cairns selber, haben wir einen super coolen Schlafplatz direkt vorne an der Promenade gefunden.


Dort haben wir drei Nächte vor dem Hilton Hotel, mit eigenem Meeresblick, geschlafen.
Gerade in der Stadt angekommen, haben wir schon ca. Fünf Leutevon unseren Trips wieder getroffen.
Jeder kennt hier über irgendwelche Ecken jeden.

Mittlerweile sind wir schon fast eine Woche in Cairns und es hat sich viel getan.
Wir verbringen jeden Tag richtig viel Zeit im Hostel in dem wir jetzt sehr viele Leute kennen und uns wie zu Hause fühlen. Nur geschlafen wird draußen vor der Tür.
So hat man hier jeden Tag Unterhaltung und viele Freunde um sich. Fast mehr Freunde als ich in Deutschland hatte :D
Imke ist mittlerweile auch hier angekommen und reist endlich wieder bei uns mit :)
Eines Nachts wurden wir dann auch, so wie es endlich mal kommen musste, mitten in der Nacht von der Polizei geweckt, da wir mit vier Autos nebeneinander vorne an der Promenade standen.
Passiert ist natürlich nichts. Wir mussten uns aber vorerst etwas anderes suchen.

Im Moment sind so gut wie alle Backpacker hier in Cairns, da es im süden des Landes immer kälter wird und im Winter sogar auch Schnee fällt.
Wir haben immer noch jeden Tag ca. 30 Grad und verbringen die Zeit an der Lagune.


Jeder möchte hier gerne Arbeiten und Geld verdienen und so auch wir.
Ich hatte mal wieder richtig Glück und habe nach drei Tagen Suche einen "Removal" Job in einer Umzugsfirma bekommen. "Grace Removals", falls jemand von euch mal recherchieren will.
Mein Stundenlohn beträgt 23$, ab 10 Stunden Arbeitszeit oder Samstags sogar 28$ + 14$ Essensgeld und Sonntags satte 38$ die Stunde.
Und das für einen Job in deman nicht mal eine Ausbidung braucht.
Mein erster Arbeitstag verlief ziemlich gut, wir waren ca. 12 Leute, die meisten davon Australier, und wir mussten im Krankenhaus um die Ecke, Akten in Kosten Räumen, diese dann mit dem Aufzug in den ersten Stock fahren und dort nochmal ein Stück weiter in einem neu erbauten Komplex wieder abstellen.
Super simpel und gar nicht schwer, da die Kisten alle auf Rollbrettern stehen.
Da wir so schnell waren, gibt es heute leider keine Arbeit, aber Donnerstag und Freitag wird es weiter gehen.

Falls die anderen jetzt in nächster Zeit auch noch einen Job finden, könnten wir erst einmal hier bleiben. Sonst machen wir uns wieder ein wenig die Küste herunter und suchen dort nach Farmjobs.
Wenn dir dann genug Geld zum weiter reisen haben, wird es mit dem nächsten Roadtrip nach Darwin in den Norden weiter gehen.
Das heißt dann, ca. 2600 Km quer durchs Outback. Keine Kurven und auch kaum andere Autos die einem entgegen kommen.
Aber bis dahin wird es noch etwas dauern.

Zum Schluss noch ein paar Fotos von unserer Reise bis jetzt:

Strand in Townsville














Donnerstag, 16. April 2015

Skydive Mission Beach

Vorgestern erreichten wir endlich den wunderschönen Mission Beach.



Auf dem Weg dorthin gab es jetzt neben unzähligen Zucker Rohr Feldern nun auch noch Bananen Plantagen dazu, es wird immer tropischer.
Leider darf man auch hier nicht ohne Schutz ins Meer. Krokodile gibt es wahrscheinlich keine, dafür aber wieder giftige Quallen :(


Am Strand haben wir uns ein paar Kokosnüsse gesammelt.
Das Öffnen dauert immer eine Weile, aber lohnt sich definitiv!



Am nächsten Tag stand dann unser Skydive mit Landung am Strand an.

Zuvor mussten aber noch die Haare geschnitten werden, welche mittlerweile schon wieder viel zu lang und strubbelig waren.



Das Wetter war windig und zuerst sogar regnerisch, aber laut den Guides braucht man vor nichts zurück zu Schrecken.


Wir waren ca. 15 Leute im Flugzeug, was mir persönlich sehr viel vor kam.
Beim Fallschirmsprung in Deutschland waren wir immerhin nur zu fünft.
Ich hatte das Glück, dass ich direkt vorne an der großen Tür, welche nur aus einem durchsichtigen Rolladen bestand, sitzen durfte.
Wir stiegen bis auf 14'000 Fuß auf, was ca. 4200 Meter sind.
Der Rolladen stand dabei fast immer halb offen was einem ein richtig mulmiges Gefühl gibt, da man in einem Flugzeug direkt vor einem riesen Loch sitzt und alle anderen einen Fallschirm an haben, nur man selber nicht :D






Kurz bevor wir die Zielflughöhe erreicht haben, wird jeder bei seinem Tandemmaster eingehakt und es kann los gehen.
Die Tür wird hoch gefahren, es wird richtig laut, super windig, man sieht Wolken und kleine Ameisen-große Häuser und flupp fliegt der erste hinaus.

Ich war sofort als zweites dran und es hat sich definitiv mal wieder gelohnt.
Man rast aufs Meer und den Strand zu und kann alles näher kommen sehen.
Angeblich sollte man sogar das Great Barrier Reef, was hier vor der Küste liegt, sehen können.


Nach ca. 1 Minute freiem Fall und 5 Minuten Fallschirmfliegen, landeten wir wie geplant am Strand und alles war vorbei und geschafft.